{"id":553,"date":"2017-05-10T17:32:29","date_gmt":"2017-05-10T17:32:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/?post_type=portfolio&#038;p=553"},"modified":"2017-05-10T17:57:59","modified_gmt":"2017-05-10T17:57:59","slug":"rap","status":"publish","type":"portfolio","link":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/?portfolio=rap","title":{"rendered":"Rap"},"content":{"rendered":"<div class=\"flex_column av_one_half  flex_column_div first  avia-builder-el-0  el_before_av_one_half  avia-builder-el-first  \" ><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><h1>Szeneprofil:<\/h1>\n<h1><span style=\"color: #88bbc8;\">Rap<\/span><\/h1>\n<\/div><\/section><\/div>\n<div class=\"flex_column av_one_half  flex_column_div   avia-builder-el-2  el_after_av_one_half  el_before_av_one_fourth  \" ><\/div>\n<div class=\"flex_column av_one_fourth  flex_column_div first  avia-builder-el-3  el_after_av_one_half  el_before_av_three_fourth  column-top-margin\" ><p><div   data-autoplay='false'  data-interval='5'  data-animation='slide'  data-show_slide_delay='30'  class='avia-content-slider-element-container avia-content-slider-element-slider avia-content-slider avia-smallarrow-slider avia-content-slider-active avia-content-slider1 avia-content-slider-odd  avia-builder-el-4  el_before_av_team_member  avia-builder-el-first  ' ><div class='avia-smallarrow-slider-heading  no-content-slider-heading '><div class='new-special-heading'>&nbsp;<\/div><\/div><div class='avia-content-slider-inner'><div class='slide-entry-wrap'><section class='slide-entry flex_column post-entry slide-entry-overview slide-loop-1 slide-parity-odd  post-entry-last  av_fullwidth first'  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div class='slide-entry-excerpt entry-content'  itemprop=\"text\" ><p><a href=\"http:\/\/www.jugendszenen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Rap_Header.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-554\" alt=\"Rap by Antonio Rull\" src=\"http:\/\/www.jugendszenen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Rap_Header-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.jugendszenen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Rap_Header-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.jugendszenen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Rap_Header-1030x686.jpg 1030w, http:\/\/www.jugendszenen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Rap_Header-705x470.jpg 705w, http:\/\/www.jugendszenen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Rap_Header-450x300.jpg 450w, http:\/\/www.jugendszenen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Rap_Header.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/section><\/div><\/div><\/div><br \/>\n<section  class='avia-team-member   avia-builder-el-5  el_after_av_content_slider  avia-builder-el-last '  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Person\" ><h3 class='team-member-name'    itemprop=\"name\" >Heidi S\u00fc\u00df<\/h3><div class='team-member-job-title '   itemprop=\"jobTitle\" >Autorin<\/div><span class='hidden team-member-affiliation'  itemprop=\"affiliation\" >Jugendszenen.com<\/span><\/section><\/p><\/div>\n<div class=\"flex_column av_three_fourth  flex_column_div   avia-builder-el-6  el_after_av_one_fourth  el_before_av_one_full  column-top-margin\" ><div  class=\"tabcontainer   sidebar_tab sidebar_tab_right border_tabs  avia-builder-el-7  avia-builder-el-no-sibling \" role=\"tablist\">\n\n<section class=\"av_tab_section\"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div aria-controls=\"tab-id-1-content\" role=\"tab\" tabindex=\"0\" data-fake-id=\"#tab-id-1\" class=\"tab active_tab\"  itemprop=\"headline\" >Intro &amp; History<\/div>\n<div id=\"tab-id-1-content\" class=\"tab_content active_tab_content\" aria-hidden=\"false\">\n<div class=\"tab_inner_content invers-color\"  itemprop=\"text\" >\n<p><strong>Intro<\/strong><\/p>\n<p>Rap geh\u00f6rt zu den vier Grunds\u00e4ulen der HipHop-Kultur und ist seit deren Kommerzialisierung zum popul\u00e4rsten HipHop-Element geworden (siehe Szeneprofil <a title=\"Hip Hop\" href=\"http:\/\/www.jugendszenen.com\/?portfolio=hip-hop\">HipHop<\/a>). Die Begriffe HipHop und Rap werden deshalb f\u00e4lschlicherweise oft synonym verwendet. Korrekterweise bezeichnet der Ausdruck \u201aHipHop\u2018 die (Jugend)Kultur als Ganzes, w\u00e4hrend \u201aRap\u2018 ausschlie\u00dflich die sprachlich-musikalische Ausdruckform meint. Zwar ist vielen Szeneg\u00e4nger_innen die historische Verwurzelung des Rap in der HipHop-Kultur bekannt, dennoch nehmen viele v.a. junge Menschen Rap heute als eigenst\u00e4ndige Musikrichtung, mit eigenen Diskursen, Medien und Akteur_innen wahr. Man kann deshalb von einer mehr oder weniger autarken Rap-Szene sprechen.<\/p>\n<p><strong>History<\/strong><\/p>\n<p><em>USA<\/em><\/p>\n<p>Als Element der HipHop-Kultur entstand Rap in der New Yorker Bronx der 1970er Jahre. Der ohnehin \u00e4rmliche Stadtteil war damals gepr\u00e4gt von Bandenwesen, (Drogen)Kriminalit\u00e4t, Armut und Perspektivlosigkeit. Vielen afro- und lateinamerikanischen Jugendlichen blieb der Zutritt zu Freizeitangeboten, wie z.B. Discos oder Tanzschulen deshalb verwehrt. Aus dieser Not machten sie jedoch schnell eine Tugend und veranstalteten ihre eigenen, sogenannten \u201aBlock Partys\u2018. Auf ihnen entwickelten die DJs mit zwei Plattenspielern den HipHop-typischen \u201aBreakbeat\u2018 zu dem getanzt (gebreakt -&gt; Breakdance) und gefeiert wurde. Rapper_innen, oder damals \u201aMCs\u2018 (=Masters of Ceremony) genannt, waren diejenigen Personen, die die F\u00e4higkeiten der DJs kommentierten und versuchten, die Leute zum Tanzen zu bewegen. Dies geschah oft in Reimform und nach dem \u201acall-and-response\u2018-Prinzip. Das hei\u00dft, der oder die MC wandte sich mit seiner\/ihrer Ansage ans Publikum und dieses war aufgefordert zu antworten (z.B. MC: \u201eSay hoo\u201c, Publikum: \u201eHoooo!\u201c usw).<\/p>\n<p>Der Begriff \u201arappen\u2018 stammt von dem englischen Verb &#8218;(to) rap\u2018 und bedeutet so viel wie plaudern, schwatzen. Manche \u00fcbersetzen die Abk\u00fcrzung Rap auch mit Rhythm and Poetry. Viele Muster und Techniken des Rap, wie z.B. das \u201acall-and-response\u2018-Prinzip wurzeln in afroamerikanischen Traditionen. Der kommerzielle Durchbruch des Rap erfolgte in den USA im Jahr 1979 durch den Hit \u201aRapper\u2019s Delight\u2018 der gecasteten Studioband \u201aSugerhill Gang\u2018, die jedoch nicht dem Block Party-Milieu entstammte und f\u00fcr entsprechend Unmut in der Szene sorgte. Seither entwickelten sich verschiedene Subgenres, die sich vor allem durch unterschiedliche thematische Schwerpunkte, aber auch regionale Besonderheiten auszeichnen. Der an der US-amerikanischen Westk\u00fcste entstandene \u201aGangsta-Rap\u2018 ist z.B. bekannt f\u00fcr seine schonungslose Darstellung des Lebens auf der Stra\u00dfe, w\u00e4hrend Rap von der Ostk\u00fcste (z.B. aus New York) lange Zeit f\u00fcr seine eher politische Ausrichtung bekannt war. Dieses Subgenre wird meist durch die Begriffe \u201aConscious-Rap\u2018, \u201aPolit-Rap\u2018, oder auch \u201aMessage-Rap\u2018 bezeichnet. Als stellvertretend f\u00fcr Gangsta-Rap von der \u201aWestcoast\u2018 kann zum Beispiel die Gruppe \u201aN.W.A.\u2018 gelten. Ein Beispiel f\u00fcr politischen \u201aEastcoast\u2018-Rap w\u00e4re \u201aGrandmaster Flash\u2018 oder die Gruppe \u201aPublic Enemy\u2018.<\/p>\n<p>Die Unterteilung Ost vs. West, oder Gangsta-Rap vs. Politischer Rap ist nat\u00fcrlich verallgemeinernd und auch nur eine von vielen Trennlinien die man zur Unterscheidung verschiedener Rap-Formen ziehen kann. So gibt es beispielsweise auch den Rap aus den S\u00fcdstaaten, genannt \u201aDirty South\u2018, oder Subgenres wie \u201aHorrorcore\u2018, \u201aCrunk\u2018 oder neuerdings \u201aCloud-Rap\u2018, die sich durch ihren je eigenen Sound, thematischen Schwerpunkt und Entstehungsgeschichte auszeichnen.<\/p>\n<p><em>Deutschland<\/em><\/p>\n<p>In den 1980er Jahren erreichte die HipHop-Kultur und damit auch Rap schlie\u00dflich Deutschland. Vor allem in Gegenden in denen US-amerikanische Soldaten stationiert waren, z.B. in Heidelberg, bildeten sich schnell kleine Rap-Zentren heraus. Weil Rap urspr\u00fcnglich als Sprachrohr marginalisierter Jugendlicher fungierte, fanden sich anfangs vor allem junge Menschen der ersten Gastarbeiter-Generation in der HipHop-Kultur wieder und begannen auf Englisch oder der jeweiligen Herkunftssprache zu rappen. Wichtige Rap-Pionierarbeit leisteten zum Beispiel die Gruppen \u201aFresh Familee\u2018 oder \u201aAdvanced Chemistry\u2018. Der kommerzielle Durchbruch des Rap gelang in Deutschland im Jahr 1992 aber nicht den eigentlichen Pionier_innen, sondern der Gruppe \u201aDie Fantastischen Vier\u2018 mit ihrem Hit \u201aDie da!?!\u2018. Weil die vier Stuttgarter vormals kaum im Bereich HipHop in Erscheinung getreten waren, be\u00e4ugten viele Szeneangeh\u00f6rige diesen Erfolg kritisch.<\/p>\n<p>Seit den 1990er Jahren hat sich Rap \u00fcber ganz Deutschland verbreitet und dabei \u2013 \u00e4hnlich wie in den USA \u2013 unterschiedliche Spielarten und lokale Zentren ausgebildet. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel Gangsta-Rap, Stra\u00dfen-Rap oder poppigere Varianten des Rap, wie etwa der von Rapper \u201aCro\u2018. Obwohl sich ein Gro\u00dfteil der Musikszene im sogenannten \u201aUntergrund\u2018 abspielt, geh\u00f6rt Rap heute zu den erfolgreichsten Musikgenres in Deutschland. Vor allem Rapper wie \u201aSido\u2018 oder \u201aBushido\u2018 erlangten gr\u00f6\u00dferen Bekanntheitsgrad und k\u00f6nnen sich durch Rapmusik ihren Lebensunterhalt verdienen.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n\n<section class=\"av_tab_section\"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div aria-controls=\"tab-id-2-content\" role=\"tab\" tabindex=\"0\" data-fake-id=\"#tab-id-2\" class=\"tab \"  itemprop=\"headline\" >Strukturen, Fakten &amp; Relations<\/div>\n<div id=\"tab-id-2-content\" class=\"tab_content \" aria-hidden=\"true\">\n<div class=\"tab_inner_content invers-color\"  itemprop=\"text\" >\n<p><strong>Strukturen<\/strong><\/p>\n<p>Die Rap-Szene kann man z.B. historisch, thematisch oder auch regional strukturieren. Allgemein gilt, dass Rap global und insbesondere im urbanen Raum praktiziert wird. Die deutschen Rap-Zentren der 1990er Jahre kann man grob entlang einer Nord-S\u00fcd-Achse lokalisieren. In St\u00e4dten wie Kiel, Hamburg, Heidelberg oder M\u00fcnchen rappte die erste Generation, auch \u201aAlte Schule\u2018 genannt, vorwiegend \u00fcber politische und soziale Themen (z.B. \u201aAdvanced Chemistry\u2018, \u201aCora E.\u2018). Bei der darauffolgenden Generation von Rapper_innen lag das Hauptaugenmerk vor allem auf dem Spa\u00df an Reimen, Wort- und Sprachspielen. Beispiele f\u00fcr diese \u201aNeue Schule\u2018 sind Gruppen wie \u201aFreundeskreis\u2018, \u201aFettes Brot\u2018, \u201aEinsZwo\u2018 oder \u201aDie Absoluten Beginner\u2018. Etwa ab der Jahrtausendwende verlagerte sich die deutsche Rap-Achse dann in die Horizontale. Vor allem das Ruhrgebiet und Berlin, aber auch St\u00e4dte wie Frankfurt sind seither wichtige Zentren der Rap-Szene. Mit dieser regionalen Verlagerung \u00e4nderten sich auch die Inhalte. Die Texte wurden aggressiver, die Stimmung d\u00fcsterer. Subgenres wie der Battle-Rap, Gangsta-Rap und Stra\u00dfen-Rap entwickelten sich und z\u00e4hlen zu den aktuell erfolgreichsten Spielarten des Rap in Deutschland.<\/p>\n<p>Eine weitere Unterteilung der Szene kann man entlang der Unterscheidung zwischen \u201aUnderground\u2018 und \u201aMainstream\u2018 vornehmen. Viele Szeneg\u00e4nger_innen stehen der Kommerzialisierung von Rap kritisch gegen\u00fcber. Erfolgreichen Rapper_innen, die Vertr\u00e4ge bei gro\u00dfen Plattenfirmen unterzeichnen, wird deshalb oft \u201aSell-out\u2018 vorgeworfen, was so viel bedeutet wie \u201aseine\/ihre Ideale verkauft\u2018 zu haben. Entsprechend honoriert wird szeneintern die Gr\u00fcndung von unabh\u00e4ngigen Plattenfirmen (\u201aIndependent Labels\u2018). Immer wieder verbuchen solche unabh\u00e4ngigen Firmen gro\u00dfe kommerzielle Erfolge, zum Beispiel das Berliner Label \u201aRoyal Bunker\u2018 um die Jahrtausendwende oder aktuell das Stuttgarter Label \u201aChimperator Productions\u2018.<\/p>\n<p><strong>Fakten <\/strong><\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe der Rap-Szene ist schwer festzustellen. Weder gibt es einen festen Kern, noch w\u00fcrde sich jede_r, der\/die Rapmusik h\u00f6rt, als Anh\u00e4nger_in der Rap-Szene bezeichnen. Insgesamt kann man festhalten, dass es deutlich mehr Rezipient_innen als Produzent_innen von Rap gibt. Zur Rap-Szene geh\u00f6ren aber nicht nur Rapper_innen und Fans der Musik. Auch Produzent_innen (z.B. von Beats), Labelbesitzer_innen, Musikmanager_innen oder Musikjournalist_innen sind Teil der Szene. Rapmusik ist eines der beliebtesten Musikgenres in Deutschland. Die kommerziell erfolgreichsten Rapper_innen und Rap-Gruppen seit den \u201aFantastischen Vier\u2018 in den 1990er Jahren sind z.B. \u201aSabrina Setlur\u2018, die Stuttgarter Rapper von \u201aFreundeskreis\u2018 oder die Rapper \u201aCro\u2018, \u201aBushido\u2018, oder auch \u201aKollegah\u2018. Sie alle verkauften mehr als 200.000 Platten. Neben traditionellen Plattenverk\u00e4ufen gewinnt heute zunehmend auch das Internet an Bedeutung. So bemisst sich die szeneinterne Anerkennung von Rapper_innen mittlerweile stark \u00fcber Klickzahlen (z.B. auf Youtube) oder die Gr\u00f6\u00dfe der Anh\u00e4ngerschaft in Sozialen Medien wie Facebook.<\/p>\n<p>Die Rap-Szene ist insgesamt sehr heterogen. War sie anfangs noch eher m\u00e4nnlich und migrantisch gepr\u00e4gt, so \u00e4nderte sich mit der Entwicklung verschiedener Subgenres und Themenschwerpunkte auch die Zusammensetzung der Szene. Neben dem weiterhin eher maskulin und migrantisch gepr\u00e4gten Formen des Gangsta-oder Stra\u00dfen-Rap, existiert eine breite Palette von Rap-Arten, in der Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Herkunft oder politischer Gesinnung, Ankn\u00fcpfungspunkte finden. So gibt es in Deutschland neben linkspolitischem Rap, auch den sogenannten Hipster- oder Emo-Rap, womit (oft etwas abf\u00e4llig) poplastige Formen von Rap gemeint sind. Relativ neue Subgenres sind auch \u201aTrap-Rap\u2018 oder \u201aCloud-Rap\u2018. Letzterer zeichnet sich v.a. durch atmosph\u00e4rische Beats und teils absurde, sehr reduzierte Texte aus. Im Allgemeinen spricht Rap eine eher junge Zielgruppe, etwa zwischen 14 und 34 Jahren, an. Vor allem auf Seite der Produzent_innen liegt der Altersdurchschnitt jedoch wesentlich h\u00f6her, weshalb die Bezeichnung \u201aJugendkultur\u2018 bei der Rap-Szene insgesamt zu kurz greift. Die Tatsache, dass Rap in Deutschland bereits seit \u00fcber 35 Jahren produziert, gelebt, konsumiert und rezipiert wird, hat auch eine Ausweitung der Altersspanne zur Folge. Viele Vertreter_innen der ersten und zweiten Rap-Generation sind mittlerweile weit \u00fcber 40 Jahre alt und sozusagen mit der Rap-Szene \u201amitgewachsen\u2018.<\/p>\n<p>Leider gibt es immer wieder auch Interpret_innen, die versuchen nationalistische Inhalte durch Rap zu verbreiten. Dieser sogenannte \u201aNS-Rap\u2018 oder \u201aNazi-Rap\u2018 ist jedoch ein Randph\u00e4nomen und wird von einem Gro\u00dfteil der Szene kaum oder kritisch wahrgenommen.<\/p>\n<p><strong>Relations<\/strong><\/p>\n<p>Weil Rap eine globale Ausdrucksform ist und urspr\u00fcnglich in den USA entstand, genie\u00dft die US-amerikanische Rap-Szene eine gewisse weltweite Reputation. Kollaborationen mit K\u00fcnstler_innen aus den Vereinigten Staaten werden deshalb oft besonders honoriert. Au\u00dferdem bestehen \u2013 je nach regionaler Lage \u2013 meist gute Kontakte zu benachbarten Szenen, in S\u00fcdwestdeutschland zum Beispiel zum franz\u00f6sischen Rap.<\/p>\n<p>Es gibt aber auch \u00dcberschneidungen mit anderen Musikgenres. Weil viele Rap-Techniken auf afroamerikanische Traditionen zur\u00fcckgehen, gab es von Anfang an Ber\u00fchrungspunkte und Zusammenarbeit mit Elementen aus Jazz und Blues, sowie der Reggae-, Ragga- oder Dancehall-Szene. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist Jan Delay a.k.a Jan Ei\u00dffeld, der Rap mit Reggae- und Funk-Elementen kombiniert. Klassische Kollaborationen im Bereich Rap gibt es au\u00dferdem immer wieder mit Genres wie Soul und R&amp;B. Seit seiner Kommerzialisierung gibt es aber auch neue, eher untypische Mischformen. So feierte das Rap-Duo \u201aDie Atzen\u2018 gro\u00dfe Erfolge, indem es Rap mit elektro- und technolastiger Partymusik kombinierte.<\/p>\n<p>Auch wenn die Rap-Szene zunehmend als eigenst\u00e4ndige Szene verstanden werden kann, spielen die \u00fcbrigen Elemente der HipHop-Kultur nach wie vor eine gro\u00dfe Rolle. Viele Rapmusik-Videos spielen mit der \u00c4sthetik von Graffiti oder visualisieren Tanzformen aus dem Breakdance. Viele Rapper_innen sind au\u00dferdem ehemalige Graffiti-Writer_innen oder praktizieren beide Ausdrucksformen gleichzeitig. Auch im Bereich Breakdance ist Rap eine der beliebtesten Musikrichtungen.<\/p>\n<p>Die Rap-Szene weist auch unabh\u00e4ngig von Musik Schnittmengen mit anderen Szenen auf. Was den Kleidungsstil betrifft, orientiert sie sich \u2013 \u00e4hnlich wie die Skater-Szene \u2013 zum Beispiel an Streetwear-Markenkleidung.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n\n<section class=\"av_tab_section\"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div aria-controls=\"tab-id-3-content\" role=\"tab\" tabindex=\"0\" data-fake-id=\"#tab-id-3\" class=\"tab \"  itemprop=\"headline\" >Fokus, Einstellung und Lifestyle<\/div>\n<div id=\"tab-id-3-content\" class=\"tab_content \" aria-hidden=\"true\">\n<div class=\"tab_inner_content invers-color\"  itemprop=\"text\" >\n<p><strong>Fokus<\/strong><\/p>\n<p>Beim Rap geht es urspr\u00fcnglich vor allem darum gut zu performen und einen eigenen Style zu entwickeln. Dieser Style sollte originell und m\u00f6glichst einzigartig sein, so dass er sich von dem anderer Rapper_innen abhebt und Wiedererkennungswert hat. Das Ziel beim Rappen ist es, Anerkennung (\u201afame\u2018) und m\u00f6glichst viel Zuspruch (\u201aprops\u2018) aus der Szene zu bekommen. Nicht erst seit der Kommerzialisierung von Rap steht aber auch das Kreieren von Images und der monet\u00e4re Aspekt der Musik im Fokus.<\/p>\n<p>Eine_n gute_n Rapper_in bemisst man an seinen\/ihren Rap-F\u00e4higkeiten (\u201askills\u2018). Er oder sie sollte m\u00f6glichst \u201aFlow\u2018 haben, d.h. einen rhythmisch-harmonischen und fl\u00fcssigen Reimstil besitzen. Oberstes Kriterium im Bereich HipHop und auch in der Rap-Szene ist und bleibt der Aspekt der Authentizit\u00e4t (\u201aRealness\u2018). Ein_e Rapper_in muss \u201areal\u2018 sein, d.h. das was er oder sie erz\u00e4hlt sollte glaubw\u00fcrdig sein. Wem das nicht gelingt oder wer gar einen anderen Style kopiert, der genie\u00dft keinen Respekt und wird schnell als \u201afake\u2018 abgestempelt. Die Qualit\u00e4t eines Raps muss man im Kontext der jeweiligen Spielart betrachten. Beim sogenannten Battle-Rap zum Beispiel, geht es vor allem um die verbale Vernichtung des Gegen\u00fcbers (\u201adissen\u2018). Hier sollte man dementsprechend \u00fcber Wortwitz, passende Metaphern und eine saubere Technik (siehe: \u201aFlow\u2018) verf\u00fcgen. Auch die F\u00e4higkeit besonders schnell zu rappen (z.B. \u201aDoubletime\u2018) wird von der Rap-Szene insgesamt wertgesch\u00e4tzt. In anderen Subgenres, z.B. dem Conscious-Rap, setzt man eher auf narrative Elemente und gehaltvolle Inhalte. Zugunsten einer \u201aMessage\u2018 wird hier oft weniger Wert auf komplexe Reimstrukturen gelegt. Es gibt aber auch Spielarten, in denen der eigentliche Rap eine untergeordnete Rolle spielt und es mehr um den Sound oder besonders ansprechende, z.B. harte oder atmosph\u00e4rische B\u00e4sse geht. Beispiele hierf\u00fcr sind zum Beispiel \u201aTrap\u2018- oder \u201aCloud\u2018-Rap.<\/p>\n<p><strong>Einstellung<\/strong><\/p>\n<p>Die Rap-Szene \u2013 vor allem viele ihrer \u00e4lteren Vertreter_innen \u2013 orientiert sich zu gro\u00dfen Teilen am Normen- und Wertesystem der HipHop-Kultur, aus der heraus sie sich urspr\u00fcnglich entwickelt hat. Als Ghetto-Kultur und Sprachrohr der Marginalisierten wurden via Rap bereits sehr fr\u00fch politische und soziale Missst\u00e4nde thematisiert. F\u00fcr viele handelt es sich bei Rap deshalb um ein grunds\u00e4tzlich politisches, antirassistisches Ausdrucksmittel. Besonders Spielarten wie der \u201aGangsta-Rap\u2018 (re)produzieren au\u00dferdem das Narrativ des \u201aGro\u00dfstadtk\u00e4mpfers\u2018 und die Perspektive, durch Aus\u00fcbung von Gewalt und Anh\u00e4ufung von Reichtum den sozialen Aufstieg zu schaffen. Materialismus, aber auch (neoliberales) Leistungsdenken, sind Einstellungen die sich daraus u.a. ergeben und die von vielen Szeneg\u00e4nger_innen des Rap geteilt werden.<\/p>\n<p>In der zahlenm\u00e4\u00dfig m\u00e4nnlich dominierten Rap-Szene herrscht weiterhin ein eher traditionelles, teilweise gar vitalistisch-aggressives M\u00e4nnlichkeitsideal vor. Entstanden im Kontext der Gangkultur, legt die Rap-Szene bis heute gro\u00dfen Wert auf Gemeinschaftsgef\u00fchle wie Zusammenhalt und Loyalit\u00e4t innerhalb der (oft maskulin gepr\u00e4gten) \u201aCrew\u2018 oder \u201aPosse\u2018. Dies geht auch mit der Abgrenzung und Abwertung anderer Gruppen einher, woraus sich nicht selten homophobe, sexistische oder antisemitische Inhalte ergeben.<\/p>\n<p>Auch Respekt und die Wertsch\u00e4tzung von Legenden und Pionier_innen der Kultur, geh\u00f6rt zum klassischen Wertekanon der Szene.<\/p>\n<p>Insgesamt muss man festhalten, dass es nicht \u201adie\u2018 Einstellung der Rap-Szene gibt. Man positioniert sich mehr oder weniger in Abh\u00e4ngigkeit von Subgenre und ideologisch-historischer Zuordnung. Wer mit dem Conscious- Rap sympathisiert, sich dem linkspolitischen Spektrum zuordnet oder ein_e Verfechter_in der \u201aAlten Schule\u2018 ist, f\u00fcr den\/die ist Rap untrennbar mit HipHop und einer entsprechenden ganzheitlichen Einstellung verbunden. F\u00fcr viele j\u00fcngere Rap-Fans oder solche, die mit Battle-und Gangsta-Rap sozialisiert sind, spielt Tradition und der Kultur-Gedanke oft keine so gro\u00dfe Rolle mehr. Stattdessen wird Rap heute wieder mehr mit Spa\u00df, Lifestyle und hedonistischen Aspekten in Verbindung gebracht und als Partymusik gefeiert.<\/p>\n<p>Wie in der deutschen Gesamtgesellschaft auch, gibt es in der Rap-Szene auch sexistische, homophobe und antisemitische Tendenzen. Diese hielten vor allem seit der Jahrtausendwende und dem Erfolg von Battle-, Gangsta- und Stra\u00dfen-Rap vermehrt Einzug in die Szene.<\/p>\n<p><strong>Lifestyle<\/strong><\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie die Einstellung, h\u00e4ngt der Lifestyle der Rap-Szene davon ab, mit welchem Subgenre man sympathisiert und mit welcher \u201aLesart\u2018 von HipHop man sozialisiert wurde. F\u00fcr viele Angeh\u00f6rige der ersten HipHop-Generation ist Rap unwiderruflich mit der HipHop-Kultur verbunden und mehr als nur ein Musikgeschmack. Der HipHop-Wertekanon ist dementsprechend Teil der eigenen Identit\u00e4t und in die eigene Sprache, das Denken und den Habitus \u00fcbergegangen. Wer in den 1990ern oder sp\u00e4ter geboren ist, oder mit den \u201ah\u00e4rteren\u2018 Formen von Rap aufgewachsen ist, setzt oftmals andere Priorit\u00e4ten. Insgesamt kann man festhalten, dass Konsumobjekte seit der Kommerzialisierung von Rap stark an Bedeutung gewonnen haben. Auch wenn es \u201aden\u2018 typischen Rap-Lifestyle so nicht gibt, sch\u00e4tzen viele Szeneg\u00e4nger_innen \u2013 zumindest theoretisch \u2013 teure Autos oder Markenkleidung und Accessoires. Als typische optische Erkennungszeichen gelten ferner weite Hosen (\u201aBaggypants\u2018), Turnschuhe (\u201aSneakers\u2018) oder Cappys. Auch Lederjacken und Kapuzenpullis geh\u00f6ren zum Dresscode der Rap-Szene. In besonders maskulin dominierten Subgenres wie dem Gangsta-Rap ist auch ein Trend zur k\u00f6rperlichen Selbstoptimierung zu beobachten. Regelm\u00e4\u00dfiges Sport treiben, bevorzugt Kampfsportarten, geh\u00f6rt f\u00fcr viele m\u00e4nnliche Anh\u00e4nger der Rap-Szene ebenso dazu, wie ein gepflegtes \u00e4u\u00dferes Erscheinungsbild.<\/p>\n<p>Ein konstitutiver Bestandteil des Lifestyles der Rap-Szene ist auch das gemeinschaftliche Abh\u00e4ngen (\u201achillen\u2018), zum Beispiel um Rapmusik zu h\u00f6ren oder zu produzieren. Auch der Konsum weicher Drogen wie Gras geh\u00f6rt dabei f\u00fcr viele dazu. Mit dem Aufkommen \u201ah\u00e4rterer\u2018 Subgenres wie Gangsta- oder Stra\u00dfen-Rap erhielt auch Kokain verst\u00e4rkt Einzug in die Szene. Au\u00dferdem wird seit einiger Zeit dem Opiat Codein gefr\u00f6nt, ein Trend der von der US-amerikanischen Rap-Szene \u00fcbernommen wurde.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n\n<section class=\"av_tab_section\"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div aria-controls=\"tab-id-4-content\" role=\"tab\" tabindex=\"0\" data-fake-id=\"#tab-id-4\" class=\"tab \"  itemprop=\"headline\" >Symbole &amp; Rituale<\/div>\n<div id=\"tab-id-4-content\" class=\"tab_content \" aria-hidden=\"true\">\n<div class=\"tab_inner_content invers-color\"  itemprop=\"text\" >\n<p><strong>Symbole<\/strong><\/p>\n<p>Die Rap-Szene verf\u00fcgt \u00fcber zahlreiche Zeichen und Codes, die sich stark an den Symbolen der HipHop-Kultur orientieren. Typische Distinktionsmerkmale, an denen man die Zugeh\u00f6rigkeit zur Szene ablesen kann, sind neben einer bestimmten Kleidung, auch die Sprache\/das Vokabular und der allgemeine Habitus. Zum Rap-Dresscode geh\u00f6ren nach wie vor eher weite Klamotten, z.B. die Baggypants, aber auch Turnschuhe (\u201aSneakers\u2018), Kapuzenpullis oder Cappys sind zeitlos beliebt. Neben den Sportmarken Adidas und Nike, tragen Rap-Szeneg\u00e4nger_innen besonders gerne Streetwear-Klamotten, z.B. von Marken wie Rocawear, New Era, Pelle Pelle oder Picaldi. Auch die eher mit der Skater-Szene assoziierten Marken Carhartt oder Dickies geh\u00f6ren zum klassischen Dresscode des Rap.<\/p>\n<p>Durch die Etablierung neuer Subgenres wie den sogenannten Emo-Rap oder Hipster-Rap, hat sich der Kleidungsstil der Rap-Szene zunehmend ausdifferenziert, so dass auch das Tragen engerer Kleidung (z.B. R\u00f6hrenjeans) anzutreffen ist. Durch die zuweilen materialistische Pr\u00e4gung der Szene geh\u00f6ren auch Statussymbole wie teurer Schmuck oder Autos zu ihren Erkennungszeichen. Vielen Raptexten ist hier eine besondere Vorliebe f\u00fcr Marken wie Gucci und Versace, sowie f\u00fcr Fahrzeuge des Automobilherstellers Mercedes zu entnehmen. M\u00e4nnlichkeit und H\u00e4rte wird in Rap-Formen wie dem Gangsta-Rap au\u00dferdem durch die Pr\u00e4sentation von Waffen oder Kampfhunden symbolisiert.<\/p>\n<p>Weil Rap urspr\u00fcnglich aus dem US-amerikanischen Raum stammt, zeichnet sich die globale Rap-Sprache durch einen hohen Anteil an Anglizismen aus (z.B. \u201aFlow\u2018, \u201aSkills\u2018 oder \u201aBattle\u2018). Au\u00dferdem gibt es zahlreiche Slang-Begriffe und \u00dcberschneidungen mit anderen Sprachvariet\u00e4ten, zum Beispiel mit der Jugendsprache. Auch Entlehnungen aus dem t\u00fcrkischen oder arabischen Sprachraum, sowie dem Drogenmilieu, geh\u00f6ren zu den sprachlichen Erkennungszeichen der deutschen Rap-Szene.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wird im Bereich des Rap auch non-verbal kommuniziert. Besonders hervorzuheben sind hier spezifische Handgesten bei der Begr\u00fc\u00dfung und Verabschiedung von Gleichgesinnten, oder auch bestimmte Gangzeichen oder eine regionale Herkunft, die durch das \u00dcberkreuzen bestimmter Finger angezeigt wird (etwa ein \u201aE\u2018 f\u00fcr Eastcoast bzw. Osten oder ein \u201aW\u2018 f\u00fcr Westcoast bzw. Westen).<\/p>\n<p><strong>Rituale<\/strong><\/p>\n<p>Der Wettkampfgedanke durchzieht fast alle Elemente der HipHop-Kultur und auch im Rap ist das sogenannte \u201abattlen\u2018 (von \u201abattle\u2018, engl. f\u00fcr Kampf) ein zentrales Prinzip. Ein \u201aBattle\u2018 kann live vor einer Jury und einem Publikum, aber auch in schriftlicher Form, z.B. in einem Online-Forum stattfinden. Je nach Regelwerk \u201aperformt\u2018 man \u201afreestyle\u2018 (d.h. spontan improvisiert), oder bereits verschriftlichte Texte. Allgemein gilt: Wer die besseren Reime, die kreativeren Vergleiche und die versiertere Rap-Technik hat, gewinnt. Dabei geht es zumeist weniger um Geld, als vielmehr um Anerkennung (\u201afame\u2018) in der Szene. Das Ritual des verbalen Wettstreits geht dabei auf afroamerikanische Traditionen (z.B. playin\u2018 the dozens) zur\u00fcck. Durch das Battle-Prinzip versuchte man urspr\u00fcnglich auch Streitigkeiten im Gangwesen zu kanalisieren und Gefechte mit Worten, anstatt mit F\u00e4usten auszutragen.<\/p>\n<p>Ein weiteres typisches Ritual im Rap ist das bereits erw\u00e4hnte \u201afreestylen\u2018. Dabei geht es vor allem darum, spontan zu reimen und dabei bestm\u00f6glichst auf die jeweilige Situation einzugehen, etwa lyrisch auf die Klamotten eines Anwesenden Bezug zu nehmen. Gefreestylt wird traditionell im Rahmen sogenannter HipHop-Jams oder bei eigenen Rap-Veranstaltungen. Dort gibt es beim \u201aOpen Mic\u2018 die M\u00f6glichkeit, seine F\u00e4higkeiten vor Publikum unter Beweis zu stellen. Weniger offiziell findet man sich auch spontan im Rahmen einer sogenannten \u201aCypher\u2018 zusammen. Urspr\u00fcnglich bildet man dabei eine Art Kreis und performt abwechselnd reihum. Es gibt Rapper_innen die sich besonders durch ihre Freestyle-F\u00e4higkeiten hervorgetan haben, zum Beispiel \u201aMC Rene\u2018, \u201aDavid P.\u2018, \u201aSamy Deluxe\u2018 oder \u201aLaas Unltd\u2018.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n\n<section class=\"av_tab_section\"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div aria-controls=\"tab-id-5-content\" role=\"tab\" tabindex=\"0\" data-fake-id=\"#tab-id-5\" class=\"tab \"  itemprop=\"headline\" >Events, Treffpunkte &amp; Medien<\/div>\n<div id=\"tab-id-5-content\" class=\"tab_content \" aria-hidden=\"true\">\n<div class=\"tab_inner_content invers-color\"  itemprop=\"text\" >\n<p><strong>Events<\/strong><\/p>\n<p>Klassischerweise trifft sich die Rap-Szene auf sogenannten HipHop-Jams. Diese traditionellen Veranstaltungen vereinen meist alle Elemente der HipHop-Kultur, d.h. es gibt Graffiti-Aktionen, Breakdance-Battles, Beatbox-Wettk\u00e4mpfe und immer auch eine B\u00fchne, auf der gerappt wird. HipHop-Jams fanden in den 1990ern oft in Jugendzentren und \u00e4hnlichen Einrichtungen statt. Sie dienten vor allem der Vernetzung der Rap-Szene untereinander. Seit der Kommerzialisierung der Rapmusik und dem Siegeszug des Internets kamen neue Veranstaltungsformen dazu. So trifft man sich heute auch auf eigens organisierten Battle-Rap-Events in Clubs oder Diskotheken, oder nimmt online an sogenannten Video-Battle-Turnieren teil.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich geh\u00f6ren auch Konzerte und Festivals zu den Events der Rap-Szene. Seit 1998 kommt man beispielsweise j\u00e4hrlich auf Europas gr\u00f6\u00dftem HipHop-Festival dem \u201aSplash!\u2018 in Sachsen, bzw. Sachsen-Anhalt zusammen. Teile der Rap-Szene treffen sich aber auch zu anderen Anl\u00e4ssen. Vor allem in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten gibt es immer wieder Podiumsdiskussionen oder Workshops, auf denen so wichtige Themen wie Sexismus im Rap diskutiert werden. Au\u00dferdem gibt es Zusammenschl\u00fcsse, die sich speziell der Vernetzung und Sichtbarmachung von Frauen im Rap verschrieben haben.<\/p>\n<p><strong>Treffpunkte<\/strong><\/p>\n<p>Wo, wann und ob sich Angeh\u00f6rige der Rap-Szene treffen, h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab. Interessiert man sich f\u00fcr Battle-Rap oder das Freestylen, so kann man sich zum Beispiel an einem Online-Battle-Turnier beteiligen oder eine klassische HipHop-Jam besuchen (siehe Events). Um Gleichgesinnte zu treffen oder sich \u00fcber das aktuelle Geschehen zu informieren, ist man heute insgesamt weniger auf physische Orte, wie z.B. Plattenl\u00e4den angewiesen. Ein Gro\u00dfteil des Szene-Diskurses findet im digitalen Raum, etwa in Internetforen (z.B. www.mzee.com), auf Videoportalen (z.B. Youtube) oder via soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter statt. Getroffen wird sich also verst\u00e4rkt online.<br \/>\nWeitere Treffpunkte der Rap-Szene sind die bereits genannten HipHop-Jams, sowie Konzerte, Festivals, Clubs oder auch mal die Autogrammstunde eines\/einer Rappers\/Rapperin. Nat\u00fcrlich trifft man sich auch privat um mit der Clique zu chillen, Rapmusik zu h\u00f6ren oder Texte zu schreiben. Um Songs zu produzieren und einzurappen, kommen Rapper_innen au\u00dferdem im Aufnahmestudio zusammen.<\/p>\n<p><strong>Medien<\/strong><\/p>\n<p>Die Rap-Szene nutzt zahlreiche Medienformate um sich zu vernetzen und zu informieren. HipHop-Magazine wie die \u201aJuice\u2018 oder \u201aBackspin\u2018 z\u00e4hlen seit Mitte der 1990er Jahren zu den zentralen Szenemedien und widmen einen Gro\u00dfteil ihrer Inhalte dem Rap. Auch das Fernsehen, insbesondere die Musiksender MTV und Viva spielten zu dieser Zeit eine gro\u00dfe Rolle. Formate wie \u201aYo! MTV Raps\u2018 oder sp\u00e4ter \u201aFett MTV\u2018 dienten in analogen Zeiten als Fenster zur Rap-Welt und boten Einblicke in die amerikanische oder franz\u00f6sische Szene. Seit dem Siegeszug des Internets hat sich die Kommunikation der Rap-Szene zu gro\u00dfen Teilen in die digitale Sph\u00e4re verlagert. Zahlreiche online-Plattformen, wie www.rap.de oder www.16bars.de berichten seitdem \u00fcber das aktuelle Geschehen in der Szene, rezensieren Alben oder informieren \u00fcber aktuelle Veranstaltungen. Auch \u00fcber das Videoportal Youtube und soziale Medien wie Facebook oder twitter findet ein Gro\u00dfteil des Szenediskurses statt.<\/p>\n<p>Seit seiner Kommerzialisierung hat Rap aber auch in Medien ohne Szenebezug einen festen Platz. Das Spektrum der Berichterstattung reicht dabei von wohlwollender Hommage in Feuilletons, bis hin zur Skandalisierung von Gangsta-Rapper_innen in Boulevard-Medien. Einige besonders erfolgreiche Rapper_innen haben au\u00dferdem eigene Biografien ver\u00f6ffentlicht, im Falle von \u201aBushido\u2018 sogar im Rahmen eines Kinofilms.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n\n<\/div><\/div><div class=\"flex_column av_one_full  flex_column_div first  avia-builder-el-8  el_after_av_three_fourth  avia-builder-el-last  column-top-margin\" ><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":554,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","tags":[],"portfolio_entries":[8],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/portfolio\/553"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/portfolio"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/portfolio"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=553"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/portfolio\/553\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":672,"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/portfolio\/553\/revisions\/672"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/554"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=553"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=553"},{"taxonomy":"portfolio_entries","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jugendszenen.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fportfolio_entries&post=553"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}