Rituale E-Mail

Foto: www.dokumenTIERE.de
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Ritualisierte Handlungsformen der Veganer-Szene dienen in erster Linie der Vergemeinschaftung, nicht zuletzt aber auch der "Öffentlichkeitsarbeit" im Sinne einer Bekanntmachung der Grundsätze und Ziele der (Tierrechts-)Bewegung. Dazu zählen beispielsweise regelmäßig stattfindende und auf Demo- oder Konzertflyern und auf Internetseiten terminlich beworbene "Voküs" (Volksküchen) in Autonomen Zentren und Jugendclubs oder das Catering im Rahmen von Veranstaltungen (Benefiz-Konzerte für Tierrechtsbelange). Gemeinsames Kochen und Essen - wohl eines der am weitesten verbreiteten und ältesten Rituale der Menschheitsgeschichte - finden auch im Rahmen von "Dumpsterkollektiven" (vgl. Freeganismus; Freeganer) statt.

Weitere Rituale sind das gemeinsame Rufen von Tierrechtssprüchen und Slogans bei Demonstrationen und Protesten gegen die Nutzung von Tieren, "Go-ins" als Protestform z.B. gegen den Pelzverkauf oder gegen Tierversuche oder besonders tierquälerische Produkte wie Gänsestopfleber in einigen Restaurants usw.

Deutlich seltener dürften Tierbefreiungen stattfinden, die aber nicht selten filmisch dokumentiert (und ins Internet gestellt) werden. Noch seltener sind Sachbeschädigungen und andere Sabotageakte gegen Unternehmen, Institutionen oder Jagdeinrichtungen (Umsägen/Zerstören von Jagdkanzeln - das ‚Ansägen' dagegen ist verpönt).

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 16. Juli 2008 )
 

Redaktion Veganer

Thomas Schwarz

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