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Sportkletterer sind nach wie vor häufig an ihrer Bekleidung zu erkennen, soweit sie sich in szenischen Kontexten bewegen - und das muß nicht nur unmittelbar beim Klettern sein, sondern auch auf Szeneparties oder an Kletter-Wochenenden bzw. -Urlauben. Das dominante Prinzip der Funktionalität (typisch sind sogenannte 'Faserpelze', also Jacken und Pullover aus Fleece-Material, aber auch enganliegende, dehnbare Hosen) wird inzwischen überlagert von einem aus anderen Jugendszenen herüberschwappenden stilistischen Sampling. Die meisten Kletterer tragen mittlerweile 'angesagte' Marken ('lost arrow', 'e9', 'arc'teryx', 'schöffel', 'vaude', 'black diamond' usw.). Von (zumindest in Deutschland) noch immer wesentlicher, wenn auch nicht mehr allenorts explizierter Bedeutung ist der 'Rote Punkt', der ab den späten Siebzigern an den Einstiegen zu jenen Routen (schlicht als Farbauftrag) zu finden war, die nach den Regularien der Sportkletterer bewältigt worden waren. An diesen 'Roten Punkten' entfachte sich der Konflikt um Definitionsmächte über stilistische Prinzipien zwischen den Sport- und den traditionellen Kletterern. Im Zuge der Durchsetzung von Sportkletterprinzipien wurden diese 'Roten Punkte' sukzessive durch (mehr oder weniger gelungen gestaltete) Routennamen (z.B. 'Zombie', 'Face', 'Wallstreet') ersetzt. Den größten Symbolgehalt haben jedoch bestimmte Schwierigkeitsgrade, die historische Wendepunkte markieren ('7' in Deutschland, '5.10' in den USA, 8a in Frankreich). 'Klassischen' Routen dieser Kategorien kommt besondere Bedeutung zu, Buchveröffentlichungen ('Der XI. Grad') sind oftmals entsprechend übertitelt und sogar Firmen im Szenekontext (z.B. die Marke 'Five-Ten') benennen sich oder ihre Produkte bisweilen danach. |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 5. November 2007 ) |
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