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Sportkletterer zielen nicht auf die Erreichung eines Gipfels ab, sondern auf die Überwindung einer bestimmten Kletterstrecke in einem bestimmten Stil. Nicht die Gefährlichkeit dieser Strecke macht den Reiz aus: Sportklettern ist kein Risikosport. Und auch nicht die Länge dieser Strecke (im Szenejargon: Route) ist von Relevanz - sie kann mehrere hundert, manchmal aber auch nur drei Meter betragen. Bedeutsamer ist deren Schwierigkeitsgrad (hierzu existieren je länderspezifische Schwierigkeitstabellen). Insofern geht es beim Sportklettern zunächst um Leistung; Sportklettern ist eben nicht zuletzt auch ein Sport, allerdings ein hochindividualisierter: Über den Zeitpunkt und das Ausmaß der Leistungserbringung entscheidet der Kletterer gemäß eigener Präferenzen - mit Ausnahme von Wettkämpfen, auf die (unter Events) gesondert einzugehen ist. Schwierigkeitsgrade von Kletterstrecken stehen in engem Zusammenhang mit dem Stil ihrer Überwindung. Einer expliziten Regelung in der Szene zufolge gilt eine Route nur dann als geklettert, wenn die in der Felswand befindlichen Haken ausschließlich zur Sicherung, nicht aber zur Fortbewegung verwendet werden. Der Kletterstil eines Sportkletterers (und dazu gehören sowohl die Ästhetik der Bewegungen als auch strategische Gesichtspunkte) spielt im Übrigen jenseits der Einhaltung expliziter Regeln eine erhebliche Rolle - ähnlich dem Fahrstil eines Ski-Fahrers. Derartige ästhetische Maßstäbe gelten ganz wesentlich auch für die jeweils zu bewältigenden Routen; als Kriterium gilt in erster Linie die Ästhetik der (erfolgversprechenden) Bewegungen, welche sich aus der Abfolge je vorhandener Griffe und Tritte ergeben. Für Routen an natürlichen Felsen kommen darüber hinaus die Imposanz der Routenführung und die Qualität des Gesteins in Betracht. Jede Sportkletterroute hat also ihren eigenen Charakter - und zumindest an natürlichen Felsen auch ihren eigenen Namen und ihren je eigenen 'Ruf'. Entsprechend gilt es unter Sportkletterern auch, die Bewältigung ("Begehung") von Routen mit hohem Ansehen vorweisen zu können. Insofern kommt beim Sportklettern auch der Aspekt der Raumaneigung hinzu: Man 'sammelt' Begehungen von möglichst schwierigen, möglichst angesehenen, möglichst 'schönen' Routen. |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 5. November 2007 ) |
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