| Lifestyle |
|
|
Typisch für viele Skinheads (auch wenn es mit ihrem realen sozialen Hintergrund nicht übereinstimmt) ist die Vorliebe für einen "proletarischen" Lebensstil: Man trinkt Bier (nicht Sekt und Cocktails), geht gerne zum Fußball, bevorzugt Kneipen gegenüber normalen Mainstream-Discos. Die Umgangsformen sind "rau, aber ehrlich". Die Verlässlichkeit von Freundschaften ist ein wichtiges Moment ihres Lebens- und Szene-Alltags. Anlässlich von Konzerten, Festivals etc. inszeniert man sich auch gerne öffentlich und auch im Alltag genießen Skinheads zumeist ihren Ruf als "harte Kerle", denen man besser nicht frech kommt. Gewaltbereit ist sicher der größte Teil der Szene, das bedeutet aber für die meisten lediglich, Feindschaften, Streitigkeiten und erlittene Beleidigungen auch mit Fäusten auszutragen. Sie begreifen das als "ehrlicher" als die aus ihrer Sicht "verlogene" Höflichkeit der bürgerlichen Gesellschaft, die indirekte Machtmittel (Anwälte, hinter dem Rücken reden etc.) bevorzugt. Auch wenn sich viele Skinheads sicher real nie prügeln, ist man doch schnell "unten durch", wenn man nicht zumindest glaubhaft signalisiert, jederzeit "bereit" zu sein, wenn man selbst oder jemand aus der Clique/Szene angegriffen oder beleidigt wird. In der rechten "Fraktion" ist Gewaltbereitschaft allerdings nicht nur immer latent vorhanden, sondern wird auch fast ritualisiert regelmäßig gegenüber verschiedensten Opfer- (nicht Gegner-)Gruppen ausgelebt. Weibliche Szeneangehörige sind dabei nicht selten der antreibende und aufhetzende Faktor. |
|
| Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. November 2007 ) |
Diesen und alle anderen Steckbriefe als PDF herunterladen.
|
jugendszenen.com (seit 2002) |