Tabletop-Spiele E-Mail

Foto© Sebastian Deterding
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Ende des 18. Jahrhunderts von einem Deutschen aus dem Schachspiel geschöpft, Anfang des 19. Jahrhunderts von einem Preußischen Offizier und seinem Sohn verfeinert, 1913 von H.G. Wells populär gemacht und 1952 vom US-Nationalgardisten Charles S. Roberts fürs zivile Leben wiedererfunden, besitzen Kriegsspiele heute eine nach wie vor große weltweite Fan-Gemeinde. Man unterscheidet grob zwei Formen:

Bei Konfliktsimulationen (KoSims) werden historische oder fiktive Schlachten auf Landkarten nachgespielt, die üblicherweise in Sechsecken gerastert sind. Pappmarker ("Counter") repräsentieren die Truppen, Würfel und Regelsysteme in allen Stufen der Komplexität regeln Bewegung und Kampf (das gängige Brettspiel Risiko ist eine frühe, simple Form solcher Spiele).

Werden für die Truppen Miniaturfiguren und statt gerasterter Karten dreidimensionale Modellbaulandschaften und Maßbändern verwendet, spricht man auf Englisch von miniature wargaming, auf Deutsch von Tabletops - so genannt, weil das Spiel eine ganze Tischoberfläche einnimmt.

Rollenspiel- und Tabletop-Szene sind eng verschlungen: Das Regelsystem des ersten Rollenspiels Dungeons & Dragons ging direkt aus dem Fantasy-Tabletop Chainmail hervor, ein Gutteil der ersten Rollenspieler rekrutierte sich aus Tabletop-Fans. Bodenpläne und Pappmarker sind in kampforientierten Rollenspielen bis heute beliebte Utensilien. Viele Rollenspieler spielen auch Tabletops, praktisch alle Rollenspielläden verkaufen Miniaturen, und Tabletop-Spielräume sind auf jedem Rollenspiel-Con zu finden.

Die zwei heute gängigsten Tabletop-Linien sind Warhammer bzw. Warhammer 40.000 - ein kommerziell enorm erfolgreiches Fantasy/SF-Franchise der britischen Firma Games Workshop -, und Battletech, bei dem in der fernen Zukunft statt Armeen gigantische, anthropomorphe Kampfroboter gegeneinander antreten. Zu beiden Linien existieren wiederum eigene Romane, Comics, Computerspiele und - Rollenspiele.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 25. November 2007 )
 

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