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J. R. R. Tolkien und die Fantasy-Literatur |
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 Foto© HarperCollins Publishers In der Szene wird gern darüber gestritten, ob John Ronald Reuel Tolkien (1892-1973) nun der Begründer des Fantasy-Genres ist oder nur ihr bis heute wirkungsmächtigster Vertreter - oder, in der Sprache üblicher Diskussionen: ob Tolkien Gott ist und alles andere Abfall von der reinen Lehre.
Nichtsdestotrotz bleibt Tolkiens Roman Der Herr der Ringe (1954) in jeder Diskussion der zentrale Bezugspunkt und die leichteste Ein-Wort-Definition für "Fantasy". Man findet schlicht keinen Rollenspieler, der das Buch nicht gelesen hat, und jeder berichtet von der ersten Lektüre als prägendem "Erweckungserlebnis" in der eigenen Biographie - ganz gleich, ob er zuvor schon andere Fantasy-Literatur kannte oder heute andere bevorzugt. So verwundert es nicht, dass die jüngste Verfilmung des Romans (2001-2003) die Szene drei Jahre praktisch unausgesetzt in ihrem Bann hielt, Themen wie Werktreue und Unverfilmbarkeit ihre Webforen entflammten und viele Menschen auf den Filmpremieren vielleicht zum ersten Mal die Existenz einer Szene wahrnahm, saß diese doch reihenweise in Gewandung in den Kinosälen.
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 25. November 2007 )
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