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Rollenspiel ist eine Mischung aus improvisiertem Theater, Brettspiel und Geschichtenerzählen, das im gemeinsamen Erzählen am Tisch geschieht. Eine Gruppe von Spielern übernimmt die Rollen von Figuren ("Charaktere") in einer fiktiven Welt - etwa Ritter an König Arthurs Tafelrunde. Ein Spielleiter entwirft für die gemeinsame Spielrunde ein loses Szenario aus Schauplätzen, Personen und möglichen Ereignissen, die den Spielerfiguren begegnen können. Er beschreibt den Spielern ihre Situation, die anschließend die Handlungen ihrer Figuren schildern, worauf der Spielleiter wiederum die Reaktionen der Umgebung schildert. Aus der Interaktion entsteht so schrittweise eine Handlung. (Spielleiter: "Wie ihr euch erinnert, reitet ihr auf der Suche nach dem Gral durch den Sherwood Forest. Plötzlich kommt aus einer Lichtung ein offenbar verwirrtes Kind auf euch zu, das um Hilfe schreit. Was tut ihr?" Spieler: "Ich reite rasch in die Lichtung, aus der das Kind kommt." Spielleiter: "Dort siehst du ...") Um den Ausgang unsicherer Handlungen zu entscheiden, gibt es Spielregeln. Die Charaktere bekommen in der Regel Zahlenwerte für Eigenschaften wie Stärke oder Klugheit zugewiesen, die der Spieler mit einem Würfel unterwürfeln muss, damit die geplante Handlung seines Charakters gelingt. Rollenspielverlage bieten Hunderte Regelsysteme und fiktive Hintergrundwelten an, die in weiteren Publikationen detailliert ausgestaltet werden. Solche Welten sind meist im Fantasy-, Science Fiction- oder Horror-Genre angesiedelt, wie sich auch die Rollenspiel-Szene aus Fans dieser Genres zusammensetzt. Neben dem "normalen" Rollenspiel - auch Pen-and-paper- oder Tischrollenspiel genannt, weil es mit Stift, Papier und Würfeln am Tisch geschieht - existieren zahlreiche weitere Formen: Karten- und Brett-Rollenspiele, Spielbücher, Spielrunden, die über Briefe, E-Mail oder Online-Chat geführt werden, sowie das Liverollenspiel mit einer relativ eigenständigen Szene. Beim Liverollenspiel treffen sich Spieler in Kostümierung ("Gewandung") auf einer gemieteten Burg, einem Zeltplatz oder an einem ähnlichen Ort, um für mehrere Tage das Leben in einer fiktiven Welt live auszuspielen. In der breiten Öffentlichkeit sind Rollenspiele eher als ein Genre von Computerspielen bekannt. Doch obwohl die Computer-Rollenspiele historisch aus dem Tischrollenspiel hervorgingen und bei Rollenspielern durchaus beliebt sind, werden erst die in den letzten Jahren boomenden Online-Rollenspiele bzw. MMORPGs wie World of Warcraft in der Szene als "echtes" Rollenspiel anerkannt. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 25. November 2007 ) |
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User Comments You must javascript enabled to use this form da kann ich nur zustimmen, allerdings heisstz allein, die tatsache, das diese leute den ganzen tag mit einem 'rollenspiel' verbringen, auch rollenspieler sind, da es egentloich kein morpg gibt, in dem was anderes als kämpfen gefragt ist, obwohl das im ursprünglichen rollenspiel eigentlich nur nebensächlich angeschnitten wird. Also ich finde World of Warcraft ist inzwischen ein echtes Problem. Es ist ein Fakt, das es Jugendliche gibt, die von der Schule nach Hause kommen, etwas essen und sich dann bis abends vor den Computer setzen, um dieses Spiel zu spielen. Und am Wochenende und in den Ferien sitzen sie den ganzen Tag davor. Diese Spieler sind süchtig, genauso wie ein Abhängiger nach seinen Drogen. Soweit, so gut. Allerdings: Gerade die MMOGS werden in der Rollenspielerszene NICHT anerkannt, was vor allem daran liegt, dass die zu einem großen Teil von nicht-Rollenspielern bevölkert werden. Erst recht WoW mit seinem stark einschränkenden Regelwerk ist in dieser Szene fehl am Platz. Spiele wie Neverwinter Nights sind viel akzeptierter, da sie das Pen&Paper-Rp nachbilden. Und irgendwie passen Rollenspiele nicht zu 'Jugendszenen', sind doch viele Spieler längst erwachsen.. Voll die Jugendszene, die 'Rollenspielerszene' lol.... ab ab welchem Durchschnittsalter ist denn eine Szene 'keine' Jugendszene mehr? |
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