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Punk gilt als Ausdruck von Protest und Frustration, der destruktiv gegen die Gesellschaft gerichtet ist. Abgelehnt werden vor allem Kommerz, kapitalistische Ausbeutung, (aus Punk-Sicht ungerechtfertigte) Privilegien sowie Rassismus und Umweltzerstörung. Als eine weitere ‚Antriebsfeder' ist ein Freiheitsstreben gegen die als beengend empfundenen bürgerlichen Normen anzusehen, welches wiederum in einem Streben nach dem Leben für den Augenblick und in der Vernachlässigung von Zukunftsplänen seinen Ausdruck findet. Die faktische Wirkung dieser destruktiven Einstellung ist jedoch durch "D.I.Y." ("Do it Yourself", den Anspruch, dass jeder etwas selbst machen kann, und sei es mit den bescheidensten Mitteln) durchaus produktiv und kreativ. In diesem Sinne gestalten und erschaffen oft sogar Szene-Neulinge Bands, Platten, Konzerte, Fanzines, Partys, Frei-Räume, ... denn im D.I.Y. kommt es auf die Begeisterung für die Sache und nicht auf Perfektion an. Diese Kreativität geht zwar Hand in Hand mit einem pessimistischen Weltbild, aber Punks ergeben sich nicht depressiv dem Lauf der Welt. Diese Haltung findet ihre Entsprechung im Szenemotto "Trying not Crying", welches einem Aufruf gleichkommt, das Jammern zu beenden und zu versuchen, die ‚Verhältnisse' gemäß der eigenen Bedürfnisse ‚besser' zu gestalten. Bei all diesem Bemühen um Veränderungen soll jedoch der Spaß nicht zu kurz kommen. Somit beinhalten Punk-Aktionen auch meist eine gewisse Selbstironie gegenüber des eigenen Dilletantismus - geboren aus der Einsicht in die Beschränktheit der eigenen Mittel sowie der Zweitrangigkeit der Aktion ‚an sich' gegenüber dem Spaß. |
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| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 12. März 2008 ) |
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