Treffpunkte E-Mail
(c) Pablo Giese
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Anlass der Zusammenkünfte in der Parkourszene ist in der Regel ein gemeinsames Training oder ein gemeinsamer Lauf. Solche Treffen können über das Telefon oder Internet arrangiert werden, einmalig sein und zuvorderst der Schließung von neuen Bekanntschaften dienen. Sie können sich aber auch zu regelmäßigen Treffen verstetigen und damit als wichtiger Bestandteil der Communitypflege gesehen werden. Oft werden Abspielgeräte zu den Trainingsorten mitgebracht, da viele Traceure sehr musikbegeistert sind und sich durch eine musikalische Untermalung eine besondere Trainingsatmosphäre fördern lässt.

Dabei nutzt die Szene sämtliche Orte im städtischen Raum, deren bauliche Struktur eine interessante Kombination von Bewegungsabläufen ermöglicht. Prinzipiell reichen bereits ein Fahrradständer oder eine Laderampe mit Handlauf aus – für die Spielart des »Tricking« reicht sogar eine ebene Wiese. Bei der gemeinsamen Begehung einer Stadt zur Lokalisierung von potenziellen Trainingsorten (Spots) geht es jedoch normalerweise vielmehr darum, dass möglichst abwechslungsreiche Hindernissettings und -strecken gefunden werden, die zulassen, in einem längeren durchgehenden Lauf überwunden zu werden. Zur Akquise von Orten, an denen regelmäßig und ganzjährig trainiert werden kann, haben sich mittlerweile viele Traceure zu Gruppen zusammengeschlossen, um beispielsweise Turnhallen und ihre Geräteausstattung nutzen zu können. Sofern Hallen nicht zur Verfügung stehen, werden alternativ gern Spielplätze genutzt, um unter einigermaßen gesicherten Bedingungen zu trainieren. Manche Traceure bevorzugen die einladende Architektur von ehemaligen Industrieflächen, wobei diese Vorliebe in puncto Trainingssicherheit allerdings durchaus in Frage zu stellen ist. Bislang existieren keinerlei Sportplätze, die auf Parkour spezialisiert sind und auf denen dieser Sport offiziell ausgeübt werden kann. In Gladbeck (NRW) wird derzeit erstmalig die Realisierung einer solchen Trainingsfläche umgesetzt.

Auch virtuelle Treffpunkte haben in der Parkourszene ihren Platz: Häufig bilden kleinere Gruppen von Traceuren früh eine feste Gruppe mit eigenem Namen und eigener Internetseite, wodurch Anschluss an bereits vorhandene Szenenetzwerke gesucht wird. Internetforen werden unter anderem genutzt, um sich mit Gleichgesinnten zu einmaligen oder regelmäßigen Trainingstreffen zu verabreden und sich über das szenerelevante Können und Wissen auszutauschen (siehe ausführlich: Medien).
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 22. November 2009 )
 

Redaktion Parkour

Pablo Giese


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