| History |
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Die Ursprünge von Parkour sind in einer alten Ausbildungsmethode des französischen Militärs zu finden, nämlich in der »méthode naturelle«. Diese bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts von George Hébert entwickelte Methode, sollte der effizienten und schnellen Überwindung von Hindernissen in unwegsamen Geländen dienen. Hérbert verstand die méthode naturelle als physische und mentale Ausbildung im Einklang mit der Natur. Bei der Entwicklung wurde er von seiner Faszination für die natürliche Körperlichkeit, Effizienz und altruistische Haltung von afrikanischen Stammesangehörigen inspiriert, die er auf seinen Reisen durch Afrika stets bewunderte. Seine Beobachtungen und persönlichen Erfahrungen, die er z.B. während der Organisation einer großangelegten Flucht vor einem Vulkanausbruch auf Martinique sammelte, bildeten den Grundstein der »méthode naturelle«.
In den folgenden Jahren etablierte sich die »méthode naturelle«, indem sie Teil der Standardausbildung des französischen Militärs wurde. In diesem Zusammenhang erlernte auch Raymond Belle, ein Veteran der französischen Armee in Vietnam, die »méthode naturelle« und gab seine Kenntnisse an seinen Sohn David Belle weiter. Parkour entstand schließlich als der Jugendliche David Belle mit seiner Familie Ende der 1980er Jahre in einen Vorort von Paris zog. Dort zeichnete sich das räumliche Umfeld durch eine erdrückend wirkende Hochhaus- und Plattenbauarchitektur aus, die dem Bewegungsdrang von David Belle gravierend entgegenstand. Aus seinem Bedürfnis, sich (ausgestattet mit dem Wissen und Können verschiedenster Bewegungsmöglichkeiten in der Natur) mit dieser Umwelt kreativ und interaktiv auseinanderzusetzen, begann David Belle spielerisch im Kreise seiner Freunde die Techniken der »méthode naturelle« auf urbane Verhältnisse zu übertragen. Mauern, Zäune, Balkone und Geländer wurden mit zunehmendem Ideenreichtum spielerisch überwunden. Aus begrenzenden und einschränkenden Hindernissen wurden nun Freiheits-, Möglichkeits- und Bewegungsräume. Anfang der 1990er Jahre schloss sich David Belle mit einigen Gleichgesinnten zusammen und gründete die Gruppe »Yamakasi«. Die Palette an Bewegungsabläufen erweiterte sich rasch. Nahezu zeitgleich etablierte sich die Bezeichnung »Le Parkour« für die neue Bewegungsform und den damit zusammenhängenden Lebensstil. Die Traceure der Gruppe »Yamakasi« trugen Parkour nach außen, indem unter anderem ein Kinofilm produziert wurde, als dessen Filmtitel der Name der Gruppe gewählt wurde und der den Sport einer breiten Öffentlichkeit präsentierte. Auch in Musikvideos namhafter Künstler waren Traceure zu sehen, die mit ihren neuartigen Bewegungen imponierten. Auf diese Weise gewann und gewinnt Parkour immer mehr Anhänger. Die sportlichen Einflüsse des Parkour vervielfältigten sich seit Gründung der »Yamakasi« stark: Kam ein großer Teil der von David Belle in den Sport ‚transportierten‘ Bewegungsabläufe noch aus der »méthode naturelle« und dem klassischen (Geräte-)Turnen, so wurden nun zunehmend Formen aus der Akrobatik, dem Bodenturnen, verschiedenen Kampfsportarten und sogar Tanzformen integriert. Auf diese Weise entwickelten sich verschiedene (z.T. konkurrierende) Richtungen im Parkour, sodass sich verschiedene Strömungen etablierten. (Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Strömungen findet sich unter der Rubrik ‚Hintergründe‘.) |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 22. November 2009 ) |
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