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Nicht zuletzt durch die aktuelle Medienpräsenz von Parkour, aber auch aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, sich der Szene mit verschiedenartigsten Zugängen auf unterschiedlichem Niveau zuzuwenden, spricht Parkour eine große und größtenteils recht inhomogene Zielgruppe an.
Weit gefasst reicht die Altersspanne der in der Parkourszene Aktiven von etwa 11 bis 40 Jahren. Die Altersgruppe zwischen 15 bis 25 Jahren bildet den zahlenmäßig größten und lebhaftesten Anteil an der Szene. Die jüngeren Protagonisten sind eher in szeneinternen Internetforen und in Parkour-Videos aktiv, während die ‚älteren Semester‘ vermehrt organisierte Gruppen gründen, um ihr Wissen und Können weiterzugeben bzw. als Multiplikator zu fungieren sowie um die Szene gegenüber der außerszenischen Öffentlichkeit zu repräsentieren. Wie in den meisten urbanen Bewegungssportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko (wie z.B. dem Skateboarding oder Inlineskaten) ist der Anteil der Mädchen und jungen Frauen in der Parkourszene sehr gering. Dies kann zum einen daran liegen, dass die Szene noch relativ neu ist, zum anderen werden – zumindest bei oberflächlicher Betrachtung bzw. gender-stereotypischen Vorstellungen und Vorurteilsstrukturen entsprechend – in erster Linie Eigenschaften und Bedürfnisse bedient, die bei Jungen stärker ausgeprägt sind, wie z.B. die Risikobereitschaft und das Bedürfnis des ‚Kräftemessens‘. Da Parkour jedoch dem eigentlichen Anspruch nach keinen Wettkampfcharakter haben soll und die Fähigkeiten eines Traceurs vielmehr durch die Eleganz und Geschmeidigkeit seiner Bewegungen als anhand messbarer (Kraft-)Leistungen bestimmt werden, kann damit gerechnet werden, dass sich der Anteil an Mädchen und jungen Frauen innerhalb der Szene zukünftig noch erhöhen wird. Im Parkour sind Ausrüstungsgegenstände und Hilfsmittel (abgesehen von gut gefedertem, sicherem Schuhwerk) nicht notwendig. Somit sind kaum finanzielle Aufwendungen notwendig, um sich in der Szene zu engagieren, so dass prinzipiell Jeder unabhängig von seinem finanziellen Budget an der Szene partizipieren könnte. Parkour ist (insofern) sowohl sozial benachteiligten jungen Menschen zugänglich, denen es um eine kreative und interaktive Auseinandersetzung mit ihrem möglicherweise ansonsten als beschränkend empfundenen Lebensumfeld geht, als auch solchen Jugendlichen, die in der Szene vornehmlich eine Plattform zur Verwirklichung eigener Lebenshaltungen und Einstellungen suchen. Die Eintrittsschwelle ist also nicht durch ‚Geld‘ sondern stattdessen durch die Bereitschaft zum Körpereinsatz zu überwinden. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 22. November 2009 ) |
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