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(c) Ensiferum
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Pagan Metal – das klingt zunächst nach sprichwörtlichem Heidenlärm in Form von Heavy-Metal-Musik. Doch das vergleichsweise junge Genre und die noch jüngere Szene darum differenzieren sich nach der Jahrtausendwende so stark aus, dass selbst Insider leicht den Über- wie Durchblick verlieren.

Pagan Metal bezeichnet ein vielschichtiges Spektrum von metallischer Musik als auch eine der stärksten wachsenden Subszenen im Heavy Metal, die jedoch mehr als die meisten Metal-Subszenen eigene (vermeintlich höhere) Werte und Ideen für sich beansprucht. Pagan Metal steht heute für vieles, doch zu allererst (ähnlich wie Black Metal) für mehr als nur Musik, in erster Linie für deren Verbindung mit als „heidnisch“ definierten Ideen, Werten, Inhalten. Gespielt, gehört und mehr noch in das Leben eingebunden wird Pagan Metal hauptsächlich von jungen Erwachsenen und Jugendlichen, wobei der Frauenanteil im Vergleich zu anderen Metal-Subszenen relativ hoch ist.

Eine einheitliche Definition von Pagan Metal hat die heterogene Szene bislang nicht formuliert, sondern die einzelnen Protagonisten und Gruppierungen wehren sich gegen die Definitionen des jeweils anderen, wenn es ihnen überhaupt wichtig ist – für manche mag Pagan Metal auch einfach nur ein Anlass sein, um sich richtig die Kante zu geben. Gerät Pagan Metal dann auch noch in das Blickfeld einer mehr oder minder interessierten Öffentlichkeit, sind Klischees schnell etabliert. So hieß es in der Anmoderation einer Reportage im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: „Sie nennen sich Heiden, lieben den Germanen-Mummenschanz und stehen auf schnelle, aggressive Musik.“ Auch damit ist eine erste Annäherung an Pagan Metal erfolgt.
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 7. Juni 2009 )
 

Redaktion Pagan Metal

Thor Wanzek

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