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Über die Jugend und andere Krankheiten
Geschrieben von Daniel Tepe   
Freitag, 15. August 2008

Über die Jugend
Unser Buchtipp fürs Wochenende:  "Über die Jugend und andere Krankheiten. Essays und Reden 1994-2008" von Klaus Farin; Archiv der Jugendkulturen e.V.; ISBN: 978-3-94021-3426

Der Band enthält Vorträge, Kommentare und andere Beiträge von Klaus Farin - dem Gründer des Archiv der Jugendkulturen - zu zentralen Themen seiner Arbeit wie der Mediendarstellung von „Jugend“, Rechtsextremismus, Jugend(gewalt)kriminalität, Jugendkulturen & Drogen sowie eine Einführung in die Prinzipien und praktische Arbeit des Archiv der Jugendkulturen, dessen Motto nicht zufällig lautet: „Wer sich auf die Realität einlässt, muss die beruhigende Eindeutigkeit aufgeben.”

"Eingehend widmet sich der Autor dem Habitus der Szenegänger, beschreibt ihren Umgang mit Drogen und Gewalt, untersucht die Partizipation von Frauen und beleuchtet gängige Rollenbilder näher. Er attestierte Hooligans und Neonazis männlich-dominante Charakterzüge, während die Gothic-Szene von weiblichen Attributen geprägt sei. Der Jugendforschung verpasst er einen Seitenhieb und wirft ihr vor, nicht an der Jugend selbst, sondern nur am Untersuchungsgegenstand Jugend interessiert zu sein." (Quelle: vorwärts.de)

 Bestellen kann man das Buch direkt beim Archiv für Jugendkulturen

 

 
Die Underage-Bewegung
Geschrieben von Annika Leichner   
Dienstag, 12. August 2008

Flyer Underage-Club i-scream
Da Minderjährige in Großbritannien lange Zeit keine Kozerte besuchen durften, gründete der damals 15jährige Sam Kilcoyne aus London 2006 den ersten Underage-Club, um so eine Möglichkeit zu haben, seine Lieblings-Bands auch einmal live erleben zu können. Dadurch wurde der Grundstein für die Underage-Bewegung gelegt, dessen Treffen in Clubs stattfinden, in denen zu ihren Partys , die von 15-20 Uhr gehen, kein Alkohol ausgeschenkt wird und striktes Rauchverbot herrscht.

Als größtes Event der Underage-Bewegung gilt das Underage-Festival im Victoria Park in London, bei dem knapp 7500 14-18jährige zahlreiche Konzerte junger Punk-, Rave- und Britpop-Bands besuchen, deren Mitglieder im gleichen Alter wie die Besucher des Festivals sind, denn eine feste Regel der Bewegung ist, dass Leute über 18 keinen Zutritt in den Clubs oder bei den Festivals haben.

Dementsprechend ist es auch Journalisten untersagt das Festival-Gelände zu betreten, so dass viele Zeitungen in Großbritannien extra für diesen Event Jungjournalisten eingestellt haben, die die Berichterstattung übernehmen sollten.

Die Underage-Bewegung hat sich nun auch in Deutschland eingefunden und so wurde in Hamburg der erste Underage-Club "i-scream" eröffnet, der von einer 15jährigen und ihren Freunden betrieben wird und einmal im Monat eine Party für Jugendliche anbietet. Durch das Internet vernetzen sich die jungen Leute der Underage-Bewegung immer mehr, so dass man erwarten kann, dass sie mit der Zeit immer präsenter in Deutschland werden würde.

Im Juli 2007 führte das Online-Magazin der Süddeutschen Zeitung jetzt.de ein Interview mit Christian Heine, dem Veranstalter der ersten Underage-Party in München. Zum Interview .

 

 

 

 
Netzfund: Live-Rollenspiel
Geschrieben von Daniel Tepe   
Montag, 11. August 2008

Foto© Sebastian Deterding
Orks und Elfen kämpfen auf Mythodea und die ZEIT berichtet: „Es geht um nichts weniger als um den Kampf zwischen Gut und Böse: Deutschlands größtes Rollenspiel hat am Donnerstag mit mehr als 5000 Mitwirkenden im niedersächsischen Brokeloh begonnen. Seit fünf Jahren verwandelt sich hier im Sommer der beschauliche Ort in der Nähe von Hannover in ein Mekka für Rollenspieler." (Quelle: Die ZEIT.de)

Rollenspiel ist eine Mischung aus improvisiertem Theater, Brettspiel und Geschichtenerzählen, das im gemeinsamen Erzählen am Tisch geschieht. Eine Gruppe von Spielern übernimmt die Rollen von Figuren ("Charaktere") in einer fiktiven Welt - etwa Ritter an König Arthurs Tafelrunde. Ein Spielleiter entwirft für die gemeinsame Spielrunde ein loses Szenario aus Schauplätzen, Personen und möglichen Ereignissen, die den Spielerfiguren begegnen können. Er beschreibt den Spielern ihre Situation, die anschließend die Handlungen ihrer Figuren schildern, worauf der Spielleiter wiederum die Reaktionen der Umgebung schildert. Aus der Interaktion entsteht so schrittweise eine Handlung.

Mehr über die Szene der Rollenspieler auf jugendszenen.com

 
Frauen-HipHop in Berlin!?
Geschrieben von Daniel Tepe   
Dienstag, 5. August 2008
bgirlz-Festival in Berlin
Frauen sind ein wichtiger Teil der Hip Hop Kultur, werden von den Medien aber meist nur in der Rolle der leichtbekleideten Backgroundtänzerin präsentiert. Die Veranstalterinnen des „We B*Girlz"-Festival wollen zeigen, dass Frauen sich ihren Platz im Hip Hop erobert haben und feiern den gesamten August mit Frauen und Mädchen aus verschiedenen Nationen in Berlin.

„Wir werden den Mädchen aber nicht nur die verschiedenen Elemente des Hip Hop näher bringen, sondern werden ihnen auch die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten im multimedialen Bereich zu entdecken und ihnen die Werkzeuge an die Hand geben, ihre eigene Kultur zu dokumentieren und das Image der Frau im Hip Hop zu verändern" heißt es in der ersten Pressemeldung.

Mit von der Party sind auch die Kollegen vom Archiv der Jugendkulturen die vier Profi-Workshops veranstalten, und zwar vom:

4.-08. August: Rap mit PYRANJA, täglich von 11-14Uhr
11.-15. August: DJing mit FRESHFLUKE, täglich von 11-14Uhr
18.-22. August: Digitale Musikproduktion mit hizMajesty, täglich 11-14Uhr
26.-30. August: Graffiti Writing mit Mad C, täglich 14-17Uhr

 
M'era Luna - Das Festival der dunklen Art
Geschrieben von Daniel Tepe   
Samstag, 2. August 2008
(c) darkview.de
Jedes zweite Augustwochenende findet auf dem alten Flughafengelände in Hildesheim das M'era Luna Festival statt. Auch dieses Jahr spielen 40 Bands aus der „Schwarzen Szene" auf zwei Bühnen und bereiten den über 20.000 Besuchern ein Erlebnis der extravaganten Art. Unter anderem geben ASP, Paradise Lost, End of Green, Rabenschrey und New Model Army ihr Können zum Besten.

Am 9. und 10. August ist es soweit, wobei nicht nur die Musik im Vordergrund steht, sondern das „Sehen und gesehen werden". Als eines der größten Gothic-Festivals Europas bietet es seinen durchgestylten Anhängern nicht nur eine Gelegenheit Gleichgesinnte zu treffen, sondern sich ebenso selbst zu präsentieren. Das Zelt wird zur Garderobe, die Rollbahn zum Laufsteg und das Styling zum Kunstwerk  und Blickfang für die Augen der Anderen.

Von zerrissenen Netzstrumpfhosen, Nieten und Korsagen bis hin zu Schweißerbrillen findet man allerlei individuelle Ausdrucksformen, die die vielseitigen Facetten der Szene zeigen.

Für die Tanzwütigen bietet das nächtliche Programm abwechslungsreiche Musik bekannter DJ's und erstmals wird dieses Jahr auch ein Mittelalterspektakulum veranstaltet, bei dem man sich mit Ritterspielen die Zeit vertreiben kann.

Somit bietet das M'era Luna seinen Besuchern ein Wochenende, bei dem Musik, Ästhetik und Spaß gleichermaßen zur Geltung kommen und zur Atmosphäre beitragen.

> Hier geht es zur offiziellen M'era Luna-Website
> Und hier zur Gothic-Szene auf jugendszenen.com 

 
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