| History |
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Seit Mitte der 1990er Jahre erleben die Neuen Hexen eine neue Konjunktur. Das Interesse am Hexenkult hängt auch mit Veränderungsprozessen in der gegenwärtigen Religionskultur zusammen. Die Wiederkehr des Magischen, des Okkultismus und nicht zuletzt die Sehnsucht nach individualisierten, erlebnisintensiven, naturnahen Religionsformen hat zweifelsohne zu einer Popularität der Neuen Hexen geführt. Wenngleich Kommerzialisierungstendenzen nicht zu übersehen sind, spielt die Vermittlung der Hexenpraxis eine vorrangige Rolle. Historische Vorläufer der Junghexen-Szene in Deutschland finden sich in der hierzulande Anfang der 1980er Jahre aufkommenden Bewegung, in der sich ökologische, feministische, naturreligiöse bzw. neopagane (neuheidnische) und okkult-magische Anliegen - besonders im Kontext der Wicca-Bewegung - in den Neuen Hexen eine spezifische Ausdrucksform verschafften. 1987 veröffentlichte die Journalistin Gisela Graichen ein Buch, in dem sie ihre Gespräche mit den Neuen Hexen, darunter Frau-en und Männer, dokumentierte und damit zur Popularität dieser bislang weitgehend unbekannten Szene beitrug. Streng genommen gilt jedoch Großbritannien als "Mut-terland" der Neuen-Hexen-Bewegung. Als dort 1951 die Anti-Hexerei-Gesetze vom Parlament abgeschafft wurden, begannen Okkultisten wie Gerald Brousseau Gardner (1884-1964) und Alex Sanders (1926-1988) eine eigene Wicca-Religion mit Initiationen, Ritualen, Graden und Organisationsformen (sog. Coven) herauszubilden. Das dabei entwickelte (Geheim-)Wissen und die magische Ritualpraxis sollten jedoch nur auf den Kreis der "Eingeweihten" beschränkt bleiben. Im Zuge der Popularisierung und Kommerzialisierung esoterischer Themen sind - zum Bedauern mancher Vertreter der Szene - heutzutage die Vorstellungen und Praktiken keineswegs mehr "geheim", sondern über Bücher und Internet leicht zugänglich. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 4. November 2007 ) |
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