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(c)Helen Hart
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Wie bei allen Szenen, nehmen die außeralltäglichen Szene-Events - infolge einer Fokussierung der Indieszene auf Musik - insbesondere in Form von Konzerten in Clubs bis hin zu Großevents bzw. Festivals einen ganz elementaren Stellenwert für den „Indie" ein. Die starke Verteidigungshaltung gegen die vielgestaltigen Erscheinungen des „Mainstreams" und dabei der Bezug auf die so wichtige Unbekanntheit und Natürlichkeit bedingen eine große Skepsis gegenüber allen als massentauglich wahrgenommenen oder gar ausgeschriebenen Erlebnis-Phänomenen. Dies betrifft (sogar) auch jene „Indie-(Rock-)Festivals", welche sich aufgrund zehntausender Besucher und unzähliger Bands (mittlerweile) als „Megaevents" verstehen - ungeachtet dessen, ob diese Festivals ursprünglich eigentlich aus der Szene für die Szene organisiert worden sind oder ob Major-Veranstaltungsagenturen neuerdings mit zusätzlichen Bühnen für „Indie"-Nachwuchsbands werben. Beispiele hierfür sind etwa das „Rock am Ring", „Rock im Park" oder das „Hurricane- Festival". Auch von diesen grenzt sich ein Teil der „Indies" mehr oder weniger explizit/konsequent ab und meidet diese zugunsten kleinerer Festivals. Beispiele für die kleineren Events sind etwa das „Melt!" oder das „Populario", wobei letzteres hinsichtlich der Größe sogar ausdrücklich auf erwähnte Abgrenzungsattribute Bezug nimmt: „Die Veranstalter versuchen ganz bewusst, die familiäre Atmosphäre zu erhalten, da sich Flair vor allem durch "Qualität statt Quantität" auszeichnet. Deshalb soll die Besucherzahl auf 4.500 Gäste begrenzt bleiben" (vgl. Indiepedia 2007). Klar favorisiert sind demgegenüber die vielen Club-Konzerte vergleichsweise unbekannter, unabhängiger (Nachwuchs)Bands im Kreise einer handvoll Zuhörer in oft fast privater Wohnzimmeratmosphäre. Dass jedoch dieser Vorzug keineswegs einhellig innerhalb der Szene geteilt wird, das lässt sich über die Entwicklungstrends der Vermassung- und Kommerzialisierung leicht nachvollziehen (siehe: Einstellungen).

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 5. April 2009 )
 

Redaktion Indie

Paul Eisewicht
Tilo Grenz

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