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"Hitzler auf dem Highway" wir fragen nach
Geschrieben von Daniel Tepe   
Dienstag, 19. Februar 2008

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Foto© Loveparade.net
Am 18. Februar fand im Hardenberg-Center in Dortmund die erste offizielle Pressekonferenz zur Loveparade 2008 statt. Der Pressemappe war unter anderen zu entnehmen:
„Prof. Dr. Ronald Hitzler, Szeneforscher an der Technischen Universität Dortmund: Die Loveparade schafft neue Erlebniswelten: Sie symbolisiert mit den verschiedenen Strecken, auf denen sie durch das Ruhrgebiet zieht, augenfällig den Metropolen-Gedanken. Sie führt diese Metropole auf das Jahr der Kulturhauptstadt 2010 hin und durch dieses hindurch. Und - das haben wir 2007 auf der Strecke durch Essen erlebt und werden es heuer in Dortmund vermutlich noch eindrucksvoller erleben - sie begeistert die Menschen hier dafür, wirklich zusammen zu feiern."

Wir haben bei Ronald Hitzler nochmals direkt nachgefragt.

Daniel Tepe: Wo und wann findet die Loveparade 2008 denn nun statt?

Ronald Hitzler: Am 19. Juli auf einem etwa zwei Kilometer langen Stück der B 1, mit der Abschlusskundgebung auf dem Parkplatzgelände vor den Westfalenhallen, unter dem passenden Motto „Highway to Love“.

Daniel Tepe:  Und das bedeutet natürlich, dass die  Autobahn gesperrt werden muss?

Ronald Hitzler: Ja, vermutlich zwei bis zweieinhalb Tage lang. Insofern eröffnet die Loveparade in diesem Jahr zwangsläufig natürlich für all die vielen Autofahrer, die von der A 40 über andere Strecken und Ecken des Ruhrgebiets ab- und umgeleitet werden müssen, neue Erlebniswelten – vermutlich nicht immer zu deren großer Freude.

Daniel Tepe: Aber die Raver werden selber wohl doch einen besonderen Erlebniskick haben, wenn sie für ihre Party die Autobahn besetzen dürfen.

Ronald Hitzler: Ich denke, ob den Ravern wirklich klar wird, an welcher unglaublichen Location sie dieses Mal feiern werden, das hängt davon ab, dass es gelingt, ihnen das Sensationelle daran auch tatsächlich bewusst zu machen. Den Menschen, die zur Parade kommen werden, muss einfach sehr deutlich vor Augen geführt werden, dass wir tatsächlich auf der Hauptschlagader des Verkehrs und zugleich mitten in der Stadt Dortmund tanzen werden.

Daniel Tepe: Wie kommt denn die Techno-Szene des Ruhrgebiets mit der Loveparade zurecht?

Ronald Hitzler: Ich denke, erst einmal müssen

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Jugendkulturen als Lebensentwurf
Geschrieben von Daniel Tepe   
Dienstag, 12. Februar 2008

Von Hippie bis Hiphop

Ausstellung der Schüler der Akademie für Kommunikation vom 26. Januar bis 16. März 2008 in der Akademie für Kommunikation in Stuttgart:

Schüler der Profilbereichs Ethik und Kulturmanagement der Akademie für Kommunikation haben eine Ausstellung konzipiert, die in Texten und Bildern Jugendkulturen und ihre Wertvorstellungen charakterisiert und vorstellt. Wichtig war bei der Konzeption war es, die Jugendlichen selbst zu Wort kommen zu lassen und dadurch ein authentisches Bild ihrer Lebenswelt und ihres Wertesystems zu generieren.

So haben die Schüler im letzen halben Jahr in engagierter Arbeit ihre Lebenswelt beschrieben, Liedtexte und Bilder gesammelt und ausgewählt. Angeregt von der Thematik des Projekts haben die jungen Menschen Fotosessions organisiert und Texte geschrieben.

Als Ergänzung zum Ausstellungsprojekt gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Filmen, Vorträgen, Diskussionen, tänzerischen und musikalischen Beiträgen. Hier soll Raum zur Diskussion sein und die Möglichkeit der Begegnung geschaffen werden.

Die Abende sind gedacht als Forum für eine Begegnung zwischen Eltern, Lehrern, Schülern sowie interessierten Gästen und sollen so einen Dialog zwischen den Generationen möglich machen.

Als der Musiker Marilyn Manson gefragt wurde, was er zu Jugendlichen sagen würde, formulierte er sinngemäß: "Ich würde gar nichts zu ihnen sagen; ich würde ihnen erst einmal zuhören, was sie selbst zu sagen haben, denn das ist es, was keiner für sie getan hat."

Weitere Informationen unter http://www.katrinknopp.de/akademie/jugendkultur.php  

 
Jugendkulturen unterwegs!
Geschrieben von Daniel Tepe   
Freitag, 8. Februar 2008

Culture on the Road
Culture on the Road ist ein variables Programm von Informationsveranstaltungen und praktischen Workshops für einen oder mehrere Projekttage. Es kann bundesweit in Schulen, Ausbildungsstätten und Jugendhäusern durchgeführt werden. Die zwei wesentlichen Komponenten sind:

Politisches Wissen im Jugendalltag: sachlich und informativ

Aufklärung über Gruppierungen und Organisationen von Jugendlichen, die in ihren Lebenseinstellungen und politischen Positionen rassistische und gewaltbereite Züge aufweisen – bis hin zu ausdrücklich rechtsextremen Jugendorganisationen. Zwar scheint die Zeit der großen Umzüge von neonazistischen Verbänden, wie man sie in den neunziger Jahren erleben musste, vorbei zu sein. Jedoch lässt sich heute ein breiter Mainstream von fremdenfeindlichen und auch rechtsextremen Haltungen beobachten. Er ist über die Grenzen bestimmter Gruppierungen hinaus wirksam und leistet gewaltsamen Exzessen Vorschub.

Jugendkulturen im Austausch: spannend und kreativ

Lebensnahes Kennenlernen und Ausprobieren einer Vielfalt von Jugendkulturen, die von toleranten Haltungen und einem gewaltfreien Selbstverständnis getragen sind. Szeneangehörige von HipHop, Dancehall-Reggae, Skateboarding, Slam Poetry, House, Techno, Gothic, Punk und anderen Stilrichtungen stellen "ihre Szene" vor. Sie berichten über die Entstehungsgeschichte und präsentieren die wesentlichen Inhalte aus Musik, Text und Lebenshaltung. In praktischen Workshops können sich die TeilnehmerInnen selbst in DJ-ing, Skateboarden, Rappen, Street- und Breakdance, Graffiti-Sprühen, Slam-Poetry-Schreiben versuchen.

Projektträger von Culture on the Road ist das Archiv der Jugendkulturen. Das Berliner Archiv der Jugendkulturen e.V. existiert seit 1998 und hat sich zur Aufgabe gemacht, Zeugnisse aus und über Jugendkulturen (Bücher, Diplomarbeiten, Medienberichte, Fanzines, Flyer, Musik etc.) zu sammeln, auszuwerten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Archiv unterhält zu diesem Zweck in Berlin-Kreuzberg eine Bibliothek, organisiert Fachtagungen und Diskussionsveranstaltungen in Schulen, Firmen, Jugendklubs oder Universitäten und gibt eine eigene Zeitschrift, das Journal der Jugendkulturen, sowie eine eigene Buchreihe heraus, in der sowohl sachkundige WissenschaftlerInnen, JournalistInnen u. a. als auch Szene-Angehörige zu Wort kommen. Die Nutzung des Archivs und seiner Bibliotheksbestände ist selbstverständlich auch für Nicht-Vereinsmitglieder kostenlos möglich. Weitere Infos finden Sie unter www.jugendkulturen.de. (Quelle: www.culture-on-the-road.de )

Eine Auswahl an Texten aus dem Journal der Jugendkulturen können Sie bei uns unter Publikationen herunterladen.  

 
Heavy Metal in Bagdad
Geschrieben von Daniel Tepe   
Donnerstag, 31. Januar 2008

Filmplakat
"Heavy Metal in Baghdad ist ein 84-minütiger Dokumentationsfilm, der die Band Acrassicauda vom Fall des irakischen Regimes im Jahr 2003 bis zum heutigen Tag begleitet. Das Dasein als Heavy-Metal-Band in einem muslimischen Land war schon immer eine fast unmögliche Aufgabe, aber nach dem Fall Saddam Husseins hat es einen kurzen Augenblick der Hoffnung im Irak gegeben, in dem echte Freiheit möglich schien. Doch der Krieg zerstörte diese Hoffnung rasch. In den Jahren 2004 – 2007 ist ihre Heimat rund um sie zerfallen, während die Band stets versucht hat, zusammen und vor allem am Leben zu bleiben. Der Film verleiht der unausgesprochenen Hoffnung einer Generation junger Irakis eine Stimme. Die Weltpremiere von Heavy Metal in Baghdad fand im Rahmen des Internationalen Filmfestivals von Toronto 2007 statt." (Quelle: http://www.metalfanatics.net)

In Deutschland wird die Dokumentation erstmals bei der diesjährigen Berlinale (vom 7. bis zum 17. Februar) aufgeführt. Man darf gespannt sein, ob der Film einen ähnlich großen Erfolg wie die Metal-Doku Full Metal Village einfährt.  

Die offizielle Filmhomepage: www.heavymetalinbaghdad.com

Der Trailer bei Youtube.

 
"Musik fürs Auge"
Geschrieben von Daniel Tepe   
Mittwoch, 30. Januar 2008

elsch, lavender und kanaichigo als Alice Nine (jap. Rockband) © Karen Heinrich
"„Visuals“ aus ganz Deutschland, der Schweiz und Barcelona fanden sich vergangene Woche in Köln zusammen. Bei dem Treffen der etwa 450 Visuals handelte es sich nicht etwa um eine Zusammenkunft von Optikern, wie der Name vermuten lassen könnte - „Visuals“, auch „Visus“, sind Jugendliche, die einen bestimmten Stil von Vertretern verschiedener japanischer Musikrichtungen nachahmen, genannt „Visual Kei“.

Die Bewegung des Visual Kei (aus dem Japanischen, vijuaru kei, oder aus dem englischen „visual“ und dem Zeichen „Kei“, was Gruppe, Clique bedeutet) begann in den 80er Jahren, in denen sich ihre Anhänger gegen die strickten Kleidungsregeln in Schule, Arbeit und Uni zur Wehr setzen wollten. Sie begannen sich sehr auffällig zu kleiden und traten rebellisch auf, was viele junge Menschen anzog, die in ihrer Freizeit den Sängern nacheifern und so ein Stück Freiheit erreichen wollten..." (Gefunden im Kölner Stadt-Anzeiger )

 
"Here we come" HipHop in der DDR
Geschrieben von Daniel Tepe   
Montag, 21. Januar 2008

Cover: Here We Come
>>Breakdance ist die Heimat der DDR B-Boys der 80er. Trotz Staatspolizei, Diktatur und Sozialismus machen sie ihren eigenen Weg. Sie treffen sich auf Straßenkreuzungen, schneidern sich ihre Trainingsanzüge selber und tragen ihr Graffiti mit dem Pinsel auf. Die Bewegungen haben sie sich aus Film und Fernsehen abgeschaut, geübt wird von vor dem Spiegel oder auf der Straße. Erst von allen verurteilt und ausgegrenzt, entwickelt sich Breakdance zu einer wichtigen Jugendkultur in der ehemaligen DDR. HERE WE COME erzählt diese Geschichte und was bis heute davon überlebt hat. Nico Raschick: "Die Welle von Ostalgieverdummung in Fernsehen und Kino haben versteckt, was die Achtziger-Jahre-Jugend in der DDR wirklich bewegt hat. Am deutlichsten fand ich das damalige Lebensgefühl der Zeit im Breakdance wieder, einer westlichen Kultur. Viele hatten mich gefragt: "Breakdance in der DDR gab's das denn?" Die Jungs haben sich eine eigene Szene geschaffen, die es gegen alle Widerstände von der Straße auf die größten Bühnen der DDR geschafft hat. Vor allem freue ich mich aber über die begeisterten Mails von Leuten aus fernen Ländern wie Amerika, China oder Leuten, die bisher weder mit der DDR der Achtziger, noch mit Breakdance etwas zu tun hatten."<< (Quelle: amazon.de )

Interview mit dem Regisseur Nico Raschick

Zur Homepage des Films http://www.herewecome.de/
Filmtrailer bei Youtube  

 
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