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'Old School', 'New School' und 'Emocore' verweisen auf die drei bedeutendsten, stilistischen Differenzierungen. 'Old School' bezeichnet die am deutlichsten auf den Punk-Ursprung zurückgehende Stilrichtung. 'New School'-Harmonien erscheinen im Vergleich komplizierter und sind durch Einflüsse von Heavy Metal oder Jazz geprägt. 'Emocore' - die jüngste Stilrichtung - klingt demgegenüber weitaus melodischer und rückt damit in die Nähe von 'Alternative Rock' oder 'Power Pop'. Daher besteht weitestgehend Uneinigkeit darüber, ob 'Emo' überhaupt noch dem Hardcore zuzuordnen ist. Inhaltliche Unterschiede lassen sich folgendermaßen beschreiben: Während in einigen 'Old School'-Lyrics noch zur Revolution aufgerufen wird, thematisieren 'New School'-Bands eher die Chancen zur Durchsetzung eigener gesellschaftlicher oder politischer Ideen durch die Handlungsweisen des Einzelnen. 'Emocore' beschreibt zumeist das individuelle Leiden unter den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen - wenn nicht ohnehin andere Themen wie Freundschaft oder Liebe zum Inhalt gemacht werden. Horizontale Differenzierungen in der HC-Szene lassen sich entlang der drei Kriterien Musik, Lebens- und Ideologiestile beobachten, ohne dass sich dadurch scharf voneinander abgrenzbare Gruppierungen ergeben würden. Vielmehr scheint die individuelle Schwerpunktsetzung davon abhängig zu sein, in welches Netzwerk an welchem Veranstaltungsort oder in Bezug auf welche Bands das einzelne Mitglied eingebunden ist. Ebenso auf der Ebene der horizontalen Differenzierungen ist die Ausprägung von ‚Generationen' innerhalb der nunmehr 25jährigen Szeneentwicklung (analytisch) anzusiedeln. In der relativ schwach ausgeprägten Arbeitsteilung bei der Organisation von Konzerten, sowie in den vergleichsweise niedrigen Eintrittspreisen und auch in den Preisen, die für Platten und Fanzines veranschlagt werden, spiegelt sich eine Ethik wieder, die von der weitgehenden Ablehnung profitorientierten Handelns geprägt ist. Die symbolische Entlohnung der Bemühungen, die zunehmend durch die Vergabe von Backstage- Pässen institutionalisiert wird, verweist tendenziell - und im Widerspruch zur nicht-hierarchischen Ideologie - auf die Entwicklung einer vertikalen Ausdifferenzierung der Szene, die ein 'konsumierendes' Publikum auf der einen und eine Organisationselite auf der anderen Seite sichtbar werden lässt. |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. November 2007 ) |
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User Comments You must javascript enabled to use this form winni puh, vielleicht bist du einfach zu jung, um die Entstehung des 'Emocore' miterlebt zu haben? Der hat ganz klar Wurzeln im HC. Wer ihn im Nachhinein rausdrängen will, weil ihm die genommene Entwicklung nicht gefällt, kann das nicht abstreiten. emocore? ich bitte um schnellstmögliches entfernen Mhm...na ich denke mal dass wahrscheinlich schon früher die Bands revolutionär waren in ihrem Text. Aber heute ist dies nun wirklich ehr seltener! Old-School Lyrics sollen eher zur Revolution aufrufen? Das ist wohl ein Witz. Nur ein geringer Teil der HC-Bands war und ist explizit 'revolutionär'. Das war 1980 nicht anders als jetzt. Auf welche Bands soll sich denn hier bezogen werden? |
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