 Foto© clobberintime.de Als der Begriff ‚Emo' erstmalig auftauchte, bezeichnete er zunächst ‚Kompositionen' ehemaliger Hardcorebandmitglieder oder aber in irgendeiner Weise ‚artfremde' Releases auf Hardcorelabels. Als ‚Emo' konnten gleichermaßen melodische Songs wie auch krachige, dissonante Sounds mit kreischenden Vocals gelten. Nach und nach setzte sich die Bezeichnung ‚Emo' für collegerockähnliche Sounds durch, während sich für die experimentelleren Formen der Begriff ‚Screamo' etablierte (Zur Emo-History siehe auch: http://www.fourfa.com).
Derlei Grenzziehungen vollziehen sich ‚schleichend' und selten in dieser Eindeutigkeit. Richtet man den Blick auf die Genreeinteilungen in Mailorderkatalogen oder Fanzine-Plattenreviews, so gewinnt man schnell den Eindruck, dass der Fantasie in der Schöpfung neuer Stilbezeichnungen kaum Grenzen gesetzt sind: Dort ist die Rede von Mosh-Core, Violence-Core, Posthardcore, Noise-Core, (…), mal ganz abgesehen von der - insbesondere in der US-Szene üblichen - ‚Regionalstilbildung' ("Ortsname + Hardcore"). Über die ‚tatsächliche' oder ‚objektive' Bedeutung solcher (sub-)stilistischen Ausprägungen sei an dieser Stelle nicht geurteilt - nicht zuletzt deshalb, weil hinsichtlich ihres jeweiligen Stellenwerts szeneintern durchaus Uneinigkeit besteht.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. November 2007 )
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