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In den Anfängen der Graffiti-Szene war es üblich, sich an Bahnhöfen oder anderen öffentlichen Orten zu treffen. Teils nach Verabredung, oft aber auch zufällig, begegnete man sich direkt an den zu bemalenden Wänden oder Zügen. Allerdings scheint sich dies in den letzten Jahren, im Zusammenhang mit der Ausweitung der strafrechtlichen Verfolgung, geändert zu haben: d.h. es gab früher vermehrt Hang-Outs bzw. Corner im öffentlichen Raum, an denen man sich morgens getroffen hat, um zu schauen, was in der Nacht gemalt wurde, bzw. abends, um loszuziehen. Heute fungieren HipHop-Stores und Graffiti-Shops als Orte, an denen die Szene zusammenkommt. Dort tauscht man Infos z.B. über die neuesten 'pieces' aus, oder man kauft sich Material zum Sprühen. Die Entstehung dieser Läden steht in Zusammenhang mit einer streckenweisen Verabschiedung der Szene vom Status der Subkultur. Während die Sprayer früher z.B. bei der Zusammenstellung ihrer Werkzeuge improvisieren mussten und sich dabei auch über die Grenzen der Legalität hinweg bewegten, haben die Shops heute ein hochgradig ausdifferenziertes Sortiment im Angebot. Graffiti-Shops werden praktisch immer von Szenegängern geführt. Damit stützen sie die Kommerzialisierung der Szene inklusive einem wachsenden Angebot an Magazinen, Kleidung, Videos, Spraydosen usw. Während der eine Teil der Szene diese Entwicklung als eine Erweiterung der Möglichkeiten etwa im Hinblick auf Maltechniken feiert, mahnt der andere Teil den dadurch drohenden Untergang der Szene an. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 9. November 2007 ) |
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