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(c) Kathrin Schneider
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Graffiti ist eine Szene mit einer stark hierarchischen Struktur. Der beste unter den Writern ist schlicht und einfach der King, wobei man diesem Titel ständig gerecht werden muss, sonst wandert er zum nächsten. Die Anfänger in der Szene sind die Toys und diese müssen sich den Respekt erst hart erarbeiten. Als Anfänger steht einem meist ein erfahrener Writer zur Seite, der das Wissen der Szene an die nächste Generation weitergibt.

Üblich ist der Zusammenschluss zu Crews, in denen es um das gemeinsame Sprayen geht. Große Werke, wie ein Wohle Car oder Masterpiece benötigten mehr als einen Writer. Die Crews sind offen strukturiert, die Mitgliedsanzahl variiert und man kann auch gleichzeitig Mitglied bei mehreren Gruppen sein.

In Deutschland begann sich die Graffitiszene in den 80ern zu entwickeln, vor allem beeinflusst durch Filme wie Wild Style oder Style Wars. Jede größere Stadt entwickelte eine eigene Szene und auch eigene Stile, wie zum Beispiel Dortmund, das sich durch dicke, blockige Buchstaben auszeichnete. München und Dortmund waren die ersten Graffitimetropolen in Deutschland. Heute ist Berlin eine der wichtigsten Städte. Dort stand auch die größte durchgehende Fläche für Graffiti, die Berliner Mauer.

In Sao Paolo machen sich die pixadores mit ihren halsbrecherischen Abseilaktionen und einem eigenen urbanen Kalligraphiestil einen Namen. Ihre großflächigen runenähnlichen Werke sind vor allem durch ‚heavy metal’ und ‚punk-hardcore’ Logos beeinflusst und werden meist mit Pinsel und Wandmalfarbe angebracht.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23. Juli 2009 )
 

Redaktion Graffiti

Kathrin Schneider

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