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(c) Kathrin Schneider
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Bereits in den 60ern war tagging in Philadelphia populär, aber die Legende begann in den frühen 70ern in New York mit einem griechischen Botenjungen. Er verbreitete auf seinen Streifzügen durch die Stadt das Pseudonym TAKI 183. Die New York Times brachte 1971 einen Artikel über dieses eigentümliche „Gekritzel“ heraus und im Nu bewaffneten sich andere Jugendliche mit Marker und Filzstift und bombardierten die ganze Stadt mit tags. Die ursprünglichen tags setzten sich aus dem eigenen Vornamen und der Straßennummer zusammen und wichen bald einer Aneinanderreihung von scheinbar wahllos ausgewählten Buchstaben, wodurch die Anonymität der Writer gewährleistet war.

Es begann sich eine Szene zu formieren, die Writer organisierten sich zu den ersten crews und die Entdeckung der Spraydose brachte die New Yorker U-Bahn als fahrende Leinwand ins Spiel. Für die Stadtpolitiker war Graffiti aber nichts als Schmutz und die regelmäßig durchgeführte Reinigung der Züge, der gefürchtete Buff, löschte die gesamte Geschichte des Graffiti. Graffiti auf Zügen wird heute streng verfolgt und die Züge meist bevor sie in den Verkehr gehen, gereinigt.

Züge werden immer noch gemalt, aber in der Wandgestaltung haben sich durch innovative Materialen und Techniken völlig neue Möglichkeiten entwickelt. Schriftzüge werden aus Styropor, Metall, Plastik, Holz, Fliesen oder sogar LEDs ausgesägt, angeklebt, hingehängt, gekratzt, geätzt und sogar mit Beamer an die Wand geworfen (Laser tagging). Diese Arbeiten sind leicht zu entfernen und daher meist nur vorübergehende künstlerische Interventionen im Stadtraum, die auch gerne von Fans mit nach Hause genommen werden. Besonders hier zeigt sich die Nähe zu den Techniken der Street Art (siehe unter Relations ).
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23. Juli 2009 )
 

Redaktion Graffiti

Kathrin Schneider

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