| Facts & Trends |
|
|
Das New York der 70er war geprägt von städtischen Erneuerungen, Diskriminierung und Arbeitslosigkeit. Graffiti war in dieser Stadt für viele Jugendliche ein Ausweg aus dem Nichtstun. Sie konnten aktiv und gestalterisch in das Geschehen der Stadt eingreifen und ihre eigenen Fähigkeiten in der Öffentlichkeit zur Schau stellen.
Die Writer der frühen Stunde entstammten vorwiegend den unteren sozialen Klassen, oftmals aus Migrantenfamilien und waren demnach von den politischen und sozialen Schwierigkeiten der Stadt stark betroffen. Heute zeigt sich ein völlig anderes Bild, da keine klare Klassenzugehörigkeit der Writer mehr erkennbar ist. Die Hauptgruppe setzt sich immer noch aus vorwiegend männlichen Jugendlichen im Alter zwischen 14-25 Jahren zusammen. Auch ältere Writer gehen ihrer Tätigkeit in den Straßen nach, ziehen sich aber mehr aus den illegalen Aktivitäten zurück und vermarkten ihre Werke. Frauen in der Szene gibt es nur wenige, aber trotzdem von Anfang an. Sie werden oft mit großem Argwohn betrachtet, da alleine in der Nacht durch die Stadt zu streifen und in U-Bahnschächte zu klettern nichts für Mädchen ist. Auf der anderen Seite bekommen Frauen genau dafür auch Respekt und bei Graffiti geht es darum, respektiert zu werden. |
|
| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23. Juli 2009 ) |
Diesen und alle anderen Steckbriefe als PDF herunterladen.
|
jugendszenen.com (seit 2002) |