| Einstellung |
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Sprayer sehen ihr Wirken in erster Linie als einen kreativ-künstlerischen Akt der Selbstverwirklichung und Selbstpräsentation. Graffiti-Malen als ein Experimentieren mit dem eigenen Ausdruck(-swillen) hat zum Ziel, die eigenen gestalterischen und ästhetischen Fähigkeiten auszubauen bzw. ein entsprechendes Profil zu entwickeln. Sprühen ist jedoch keine selbstgenügsame Tätigkeit, sondern zielt auf die szeneinterne Anerkennung ab: d.h. es geht auch darum, dass man als Graffiti-Sprayer den Namen von demjenigen sieht, der da gemalt hat und darüber auch gesprochen wird. In der Szene geht es durchaus auch um Respekt. Respekt erlangt man nicht nur durch die Qualität eines 'pieces', sondern auch durch die Schwierigkeit und Gefährlichkeit, an einer bestimmten Stelle ein solches 'piece' anzubringen. Illegalität wird so zu einer Motivations- und Inspirationsquelle. Illegales Malen ist geradezu eine notwendige, wenn auch meist zeitlich begrenzte Phase in der Karriere eines typischen Sprayers. Die dauerhafte Konfrontation mit der Polizei führt in der Graffiti-Szene jedoch nicht zu einer politisierten Einstellung im konventionellen Sinne: d.h. hier wird nicht bewusst Politik gemacht, sondern die meisten möchten einfach malen und stellen dann fest, dass es eine illegale Handlung war. Bei Graffiti handelt es sich dem Selbstverständnis nach in erster Linie um eine Kunstform, die ihren Reiz für den einzelnen Sprayer auch durch die Austragung im öffentlichen Raum, durch die provozierte Aufmerksamkeit und durch ihren (streckenweisen) illegalen Status hat. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 9. November 2007 ) |
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