| Rituale |
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Rituale können als Handlungen oder Handlungskomplexe verstanden werden, die über ihre rein instrumentelle Funktion hinausgehen und auf diese Weise symbolische Verweiskraft erlangen. Unterscheiden lassen sich zwei funktional eng miteinander verschränkte Ritualbereiche. Rituale der Herstellung und Pflege von Gemeinschaft vollziehen sich im inneren der Szene und sind nicht primär darauf angelegt sich von Außenstehenden abzugrenzen. Vielmehr steht das Zelebrieren des Eigenen im Vordergrund. Mehr oder weniger ritualisierte Handlungskomplexe lassen sich auf unterschiedlichen sozialen Aggregationsebenen der Szene ausmachen:
Insgesamt handelt es sich hierbei um 'Rituale des Feierns', d.h. um Handlungskomplexe, welche die Außeralltäglichkeit eines Ereignisses zu markieren vermögen. Dies geschieht in der Gothic-Szene vornehmlich zunächst über die Schaffung einer besonderen "schwarzen Atmosphäre" (auch: Flair, Ambiente, Stimmigkeit, Gefühl). Demgegenüber sind Rituale der Abgrenzung primär oder unter anderem funktional darauf bezogen, sich von einer als 'normal' empfundenen 'Restgesellschaft' abzusetzen. Dabei handelt es sich etwa um:
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 4. November 2007 ) |
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