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In der Schwarzen Szene wird vor allem individuelle Kreativität groß geschrieben, insbesondere wenn es um das eigene Auftreten geht. Aber eine zunehmende Kommerzialisierung bringt auch immer einen Verlust individueller Kreativität mit sich. Die großen Internetkaufhäuser versorgen die Szenemitglieder mit allem was das 'Schwarze Herz' begehrt. Von der Bekleidung bis zur Zimmereinrichtung ist alles im schwarzen Stil zu finden. Was man sich in den Anfangszeiten der Szene selber basteln oder schneidern musste, ist heute käuflich zu erwerben. Dennoch versucht man trotz solchen Kommerzialisierungs- und Standardisierungsversuchen von Seiten des Marktes, sich die eigene Kreativität zu erhalten. Dass die Gothic-Szene ein enormes Kreativitätspotential beherbergt, zeigt sich auch an der Beschäftigung vieler Szenemitglieder mit Lyrik, Malerei oder Fotografie (siehe: Links). Innerhalb der Schwarzen Szene finden sich vielfältige Stile, wobei das äußere Erscheinungsbild meist eng mit der jeweiligen Musikrichtung(en) verknüpft ist, welchen man zugetan ist. So findet man auf den großen Szenetreffen unter anderem folgende Stile:
Die Gothic-Szene ist eine sehr zurückgezogene Szene die sich meist regional in kleinem Kreis organisiert, wobei sie sich in starkem Maß das Internet zunutze macht. Es gibt zahlreiche online Portale über die die Szenemitglieder in Kontakt treten und sich austauschen. Die Gothic-Szene ist eher unpolitisch und nicht auf Konfrontation mit der 'Normalgesellschaft' aus, wie es etwa der Punk war. Kritik an der gegenwärtigen Gesellschaft löst eine Suche nach alternativen Sinnangeboten aus. Darüber ist die Faszination vieler Szenemitglieder mit vergangenen Epochen, vor allem dem Mittelalter und der Romantik, mit Mystik und heidnischen Religionen zu erklären, was sich wiederum in der in der Szene verwendeten Symbolik widerspiegelt. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 4. November 2007 ) |
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User Comments You must javascript enabled to use this form wie hier schon vor mir welche geschrieben haben, gehört Gothic Lolita nicht zu Gothic, auch wenn das Wort fälschlicherweise im Namen vorkommt. Es gibt allenfalls ein paar Überschneidungen zwischen beiden Szenen. Die meisten Lolitas haben aber mit Gothics definitiv nichts zu tun. Ich denke, wenn überhaupt, wären die Lolitas in der Rubrik 'Relations' sehr viel besser aufgehoben. Es geht nicht allein um Ansichten und Auslegungen (so einfach isses nicht), sondern um kulturelle Kontexte, die logisch nachvollziehbar sein sollten. Man kann nicht einfach die Geschichte dieser Szene unter den Teppich kehren und behaupten 'Goth is what you make it'. Das funktioniert so nicht. Gothic war definitiv kein Oberbegriff für x-beliebige Szenen, sondern bildete sehr wohl eine eigene Szene mit kleineren Subszenen, die sich kulturell allesamt in der Post-Punk-/Wave-Bewegung verorten ließen. Man sprach nicht umsonst zwei Dekaden lang von einer Dark-Wave-Szene. Letztlich kam die gesamte Musik der Szene aus diesem Umfeld (und Gothic Rock, der bedeutend für die Entwicklung dieser Szene war, IST ein Post-Punk-/Wave-Stil!). Wir bewegen uns jedoch in einer Zeit, in der alles mögliche dem Gothic zugeordnet wird, obwohl zumeist kaum bzw. überhaupt kein Zusammenhang besteht (sowohl musikalisch als auch kulturell). Das fängt schon beim Visual Kei an. Richtig ist, dass die Visual-Kei-Szene sich an der Mode der New Romantics und Goths orientiert und das mit japanischer Mode (Kabuki) verknüpft. Das ist aber auch schon alles. Hier besteht weder ein tatsächlicher musikalischer noch ein kultureller Bezug zur eigentlichen Gothic-Bewegung. Dasselbe gilt für die Emo-Szene. Auch die Musik, die später blind als 'Gothic' vermarktet wurde (ich sage nur Mittelalterrock, Neue Deutsche Härte, Symphonic Metal, etc.) hat überhaupt nichts mit der eigentlichen Gothic-Szene und deren Musik zu tun. Dahinter steckt meiner Meinung nach schlicht Geldscheffelei. Als die gesamte Wave-Szene Ende der 90er zunehmend dem Ende entgegenstrebte, haben irgend welche Journalisten und Labels die Bezeichnung 'Gothic' aufgegriffen und einfach auf andere Bands geklebt (sowas nenne ich gezielte Fehlvermarktung). Die Gothic-Szene hat sich somit nicht wirklich, wie du sagst, in neue Untergruppen aufgespalten (im Gegenteil, bröselte sie doch schon ab Mitte der 90er an allen Ecken), sondern man hat ihr einfach sich neu entwickelnde Fankulturen beliebig zugeordnet. Das ging bei den HIM- und Manson-Fans los und endete irgendwo bei der Rammstein- und Samsas-Traum-Fraktion. Keiner bestreitet, dass diese Fankulturen auf einer bestimmten Ebene 'schwarz' sind. Goths/Waver/Post-Punks sind sie jedoch keinesfalls. Durch diese Fehlvermarktung hat in den letzten Jahren eine Bedeutungsverschiebung stattgefunden, ähnlich dem Techno der 80er (Depeche Mode, Clock DVA, Front 242, Nitzer Ebb) gegenüber dem Techno der 90er (Westbam, Sven Väth, Carl Cox etc.). Dass sich dadurch am Ende zwei oder mehrere völlig unterschiedliche Bewegungen mit einem jeweils völlig anderen kulturellen Background gegenüberstehen, ist nahezu logisch. Im Übrigen wird der traditionellen Gothic-Kultur kaum noch Club-Abende eingeräumt. Das gibt es noch in einigen Großstädten, aber das war's dann auch schon. [img]http://i34.tinypic.com/clpwx.jpg[/img]
Einen Überblick über eine Szene kann nie vollständig sein. Zu sehr unterscheiden sich Ansichten und Auslegungen innerhalb der Szene. Es ist kein Phänomen, dass große Szenen beginnen sich aufzusplitten und neue Untergruppierungen zu bilden, je größer sie werden. Schließlich geht es bei den meisten Szenen um die Individualisierung des einzelnen, das abheben vom Mainstream. Innerhalb einer großen Szene empfindet der einzelne die Szene selbst schon wieder als Mainstream und ist bestrebt, sich weiter zu entwickeln. Dieser Prozess ist nicht aufzuhalten und führt letztendlich zum aufbrechen einer Szene, so dass die einzelnen Untergruppierung neue und eigenständige Szenen bilden. Man erinnere sich nur an die Punks, die etwa um 1977 eine deutsche Szene in der Entstehung waren und um 1980 schon wieder damit begannen, aufzubrechen. Was jetzt letztendlich Gothic ist und was nicht, bleibt Auslegungssache. Gothic ist ja nur der Überbegriff für einer Vielzahl von Szenen. Der Mix innerhalb der Szene wird mitbestimmt von den Lokalitäten in denen man sich trifft. Kaum ein Club kann es sich leisten nur eine Stilrichtung zu bedienen, deshalb werden schon von Grund auf möglichst viele Einflüsse geltend gemacht um für möglichst viele Anhänger eine Plattform zu bieten. Den Ansatz, das 'Cybergothaufkommen' mit dem Ende der Love-Parade zu verbinden, finde ich übrigens sehr interessant ;) Das Thema 'Cyber(goth)' sollte man viel kritischer betrachten. Bisher gibt es keine seriöse Literatur dazu und keine plausible Erklärung dafür, weshalb diese Leute der Gothic-Szene angehören sollen (viele Merkmale sprechen deutlich dagegen).
Gothic Lolita kommt aus dem Visual Kei. Und Visual Kei ist kein Gothic, genauso wenig wie die Bands dahinter Gothic-Bands sind. Leute, recherchiert doch erstmal gründlich, bevor ihr so etwas veröffentlicht. Hier lesen täglich dutzende von Leuten, die das für bare Münze nehmen. |
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