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Die Bezeichnung 'Gothic' klingt mittelalterlich, dunkel und mystisch,
jedoch zugleich - aufgrund des Anglizismus - irgendwie 'modern'. Diese
bereits in der Bezeichnung anklingenden Widersprüchlichkeiten sind
kennzeichnend für die 'Gothic-Szene': Einerseits hängt sie einer längst
vergangenen Zeit romantisierend nach und verleiht dem in ihrem Lebens-
und Kleidungsstile deutlich Ausdruck. Andererseits pflegt sie durch
ihren Fokus auf Ästhetik und Individualität eine ausgeprägt spätmoderne
Existenzform.
Die 'Gothic-Szene' (auch: 'schwarze Szene') gilt - erstaunlicherweise immer noch - als geheimnisumwittert und missverstanden.
Die zum Teil als 'krude' empfundenen Aufmachungen - denn das ist es,
was zunächst 'ins Auge fällt' - einzuordnen, ohne sie einerseits zu
bagatellisieren ('machen die nur um aufzufallen') bzw. andererseits zu
skandalisieren (typische Vorurteile: Todessehnsucht,
Selbstmordgefährdung, Rechtsradikalismus, Satanismus, Opferritualismus
etc.) war die Aufgabe eines Forschungsprojektes, welches im Buch 'Die
Welt der Gothics' (von Axel Schmidt und Klaus Neumann-Braun, 2004)
seinen Niederschlag fand. |
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 8. November 2007 ) |
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Veröffentlicht von Tinú, An 08/10/2008 bei 09:16
Das Buch 'Die Welt der Gothics' ist wirklich gut, wenn nicht sogar das beste auf dem Markt. Alle anderen bisher gelesenen Bücher zum Thema Schwarze Szene konnten nicht so recht überzeugen. Leider wurde es erst veröffentlicht, als die Szene bereits in vielen Regionen rückläufig war, um nicht zu sagen: ausgestorben ist. Die Infrastruktur wurde in den letzten Jahren völlig zerstört. Berlin hat es mittlerweile auch erwischt. Schade! |
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