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Globalisierungskritiker verfolgen - nicht zuletzt, um neue Sympathisanten und Mitstreiter zu gewinnen - das Ziel, ihre Meinungen, Standpunkte und Anliegen, aber auch ihre theoretischen Konzepte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In diesem Zusammenhang haben sie erkannt, dass dies in der derzeitigen - durch massive Informationsüberflutung geprägten - Gesellschaft nur gelingt, wenn sie zunächst durch mehr oder weniger ausgefeilte Formen öffentlicher Inszenierungen die Aufmerksamkeit der Medien evozieren, was sie durch besonders spektakuläre und auffällige Protestinszenierungen zu erreichen versuchen. So haben Globalisierungskritiker beispielsweise im Rahmen der Proteste beim G8-Gipfel in Schottland im Jahr 2005 dadurch einen weißen Ring um die Innenstadt von Edinburgh gebildet, dass viele Demonstrationsteilnehmer dem Aufruf gefolgt waren, weiße Kleidung zu tragen. Die aus der Luftperspektive aufgenommenen Bilder dieses Rings fanden Eingang in die weltweite mediale Berichterstattung zu den Protestereignissen. Ihre theoretischen Konzepte verbreiten die Globalisierungskritiker, indem sie laufend (neue) Texte produzieren und vielfältig publizieren: Informationsmaterialen (z.B. in Form von Flyern, Informationsbroschüren oder Rundbriefen); Zeitungs-, Zeitschriften- und Onlineartikel; Aufsätze für Sammelbände; Bücher; szeneeigene Internetseiten etc.. Prinzipiell hat jeder Aktivist die Möglichkeit, Texte zu erstellen und zu veröffentlichen. Allerdings führt der Anspruch, die eigenen Argumentationen wissenschaftlich zu fundieren, faktisch dazu, dass ‚einfache' Globalisierungskritiker in der Regel eher an 'kleinen', szeneinternen Publikationsprojekten beteiligt sind, während 'große' Projekte - z.B. viel beachtete Buchveröffentlichungen - zumeist durch Personen realisiert werden, die ohnehin den 'schreibenden Zünften' angehören. Das zentrale Kommunikations- und Informationsmedium der Globalisierungskritikerschaft ist das Internet. Hier findet sich mittlerweile eine unüberschaubare Vielzahl von einschlägigen Homepages, Diskussionsforen, Mailinglisten und E-Mail-Verteilern, die einerseits der Informationsdistribution dienen und andererseits als Diskussionsplattformen genutzt werden. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 4. November 2007 ) |
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