| Lifestyle |
|
|
Die von Globalisierungskritikern vertretene Einstellung, dass ihr Engagement sich nicht darauf beschränken soll, bestehende Missstände zu kritisieren und relevante politische Entscheidungsträger zur Verringerung bzw. Beseitigung dieser Missstände aufzufordern, sondern das es auch beinhalten soll, durch eine 'bewusste' und 'reflektierte' persönliche Lebensweise Veränderungen ‚im Kleinen' zu bewirken, also eine mehr oder weniger konsequente 'Politik in der ersten Person' zu betreiben, beeinflusst insbesondere ihre Konsum- und Ernährungsgewohnheiten. So konsumieren Globalisierungskritiker beispielsweise - wiederum mehr oder weniger konsequent - keine Waren von Großkonzernen, deren Praktiken in ihren Augen Anlass zu Kritik bieten (z.B. von Konzernen die ihre Produktionsstandorte in so genannte 'Billiglohnländer' verlegen), und sie bevorzugen 'fair-gehandelte' Nahrungsmittel (z.B. Kaffee und Bananen). Der zeitliche und finanzielle Aufwand, den globalisierungskritische Akteure für ihr Engagement aufbringen, variiert mit dem Grad ihres jeweiligen Engagements: Manche Sympathisanten informieren sich lediglich sporadisch, und in der Regel ausschließlich medial, über globalisierungskritische Themen. Manche hochgradig engagierte bzw. hauptamtliche Globalisierungskritiker wenden zwanzig und mehr Wochenstunden für ihr politisches Engagement auf und verausgaben erhebliche finanzielle Ressourcen (z.B. für Reisen zu Bildungs- und Protestveranstaltungen und die Unterkunft vor Ort). Und zwischen diesen beiden Extremen bewegt sich die ‚Teilhabe' des Großteils derer, die sich als Globalisierungskritiker verstehen. |
|
| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 27. November 2007 ) |
Diesen und alle anderen Steckbriefe als PDF herunterladen.
|
jugendszenen.com (seit 2002) |