 Foto: Copyright© Attac.de Globalisierungskritiker wenden sich nicht - wie vielfach von den Medien kolportiert - gegen Globalisierungsprozesse schlechthin. Vielmehr richtet sich ihre Kritik im Wesentlichen gegen die inter- bzw. transnational wirksame ökonomische Dimension derzeitiger von ihnen als ‚neoliberal' begriffenen Globalisierungsprozesse. Darüber hinaus existiert weder eine einheitliche Ideologie noch eine Vorgabe von inhaltlichen Schwerpunkten, so dass sich Globalisierungskritiker mittlerweile - je nach persönlichen Neigungen und Interessen - mit nahezu jedem Thema auseinandersetzen, bei dem ein ökonomischer Globalisierungsbezug hergestellt werden kann. So streiten sie beispielsweise für die weltweite Anerkennung der Menschenrechte, für ökonomische Gerechtigkeit, für weltweite Demokratie, für die Verteidigung sozialer Sicherungssysteme, für die Gleichberechtigung der Geschlechter, für globalen Umweltschutz, für die Beibehaltung kultureller Vielfalt, gegen geistige Monopolrechte oder gegen die Privatisierung von öffentlichen Leistungen - um nur einige der globalisierungskritischen Themen zu benennen.
Prinzipiell zielen globalisierungskritische Akteure darauf ab, gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen, um - im Sinne ihres zentralen Slogans formuliert - 'eine andere Welt möglich zu machen'. Dies versuchen sie nicht nur dadurch zu realisieren, dass sie im Rahmen von Bildungs- und Protestveranstaltungen eine breite(re) Öffentlichkeit auf von ihnen wahrgenommene gesellschaftliche und politische Missstände aufmerksam machen, sondern auch durch die Entwicklung und idealerweise Durchsetzung von wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Alternativen.
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 4. November 2007 )
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