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Die Seiten zu den einzelnen Szenen sind gegliedert in die Domänen Intro, History, Facts, Fokus, Einstellungen, Lifestyle, Symbole, Rituale, Events, Treffpunkte, Medien, Strukturmerkmale und Relations. Dieser Systematik liegt unsere Erkenntnis zugrunde, dass sich szenische Kulturen zwar zum Teil sehr stark voneinander unterscheiden: So scheinen z.B. zwischen der politisch engagierten Hardcore-Szene mit ihren flachen Hierarchien und der hedonistisch orientierten Techno-Szene mit ihrer ausgeprägten Eliten-Bildung Welten zu liegen; aber dennoch agieren Hardcore-Leute und Technoide im Kontext ähnlich konstruierter, eben szeneförmiger Strukturen:
Jede Szene -
kolportiert eine (je eigene) Geschichte (history) (von historischen Wurzeln über Gründungsmythen und Scheitelpunkte bis hin zu aktuellen herausragenden, skandalösen oder heldenhaften Vorkommnissen und dergleichen mehr). -
weist ihre je spezifische Anhängerstruktur (facts) auf (vor allem im Hinblick auf Alter und Geschlecht; aber auch, wenn auch von nachgeordneter Bedeutung, hinsichtlich materieller, sozialer und kultureller Ressourcenausstattung). -
ist auf ein bestimmtes Thema fokussiert (fokus), um das sich die Aktivitäten der Mitglieder drehen. -
ist durch spezifische Einstellungsbündel (einstellungen) charakterisiert. In Szenen finden sich Gesinnungsfreunde im Hinblick auf das zentrale Thema bzw. den zentralen Themenkomplex. -
präferiert bestimmte Verhaltens-Stile (lifestyle). Von Szene zu Szene unterscheiden sich diese stilistischen Präferenzen hinsichtlich ihrer Reichweite und ihrer Verbindlichkeit. Während die Zugehörigkeit zur Antifa-Szene z.B. von allen Mitgliedern einen spezifischen Stil des gesamten Lebensvollzugs erfordert ('alles ist politisch'), bestehen innerhalb der LAN-Kultur kaum stilistische Vorgaben für ein Leben 'jenseits’ der Szene. -
nutzt ein spezifisches Repertoire von Symbolen (symbole), z.B. Kleidungsstücke, Accessoires, Gegenstände usw. Die Verwendung von Symbolen ist der sichtbarste, gleichzeitig aber auch unzuverlässigste Hinweis auf die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Szene. -
zelebriert bestimmte Rituale (rituale). Rituelle Vollzüge insbesondere produzieren und reproduzieren bei den Beteiligten intensivierte Wir-Gefühle. -
hat ihre Events (events). Events sind die bedeutsamsten raum-zeitlichen 'Enklaven’ zur Inszenierung von szenischer Kultur und szenischer Praxis. -
hat ihre Treffpunkte (treffpunkte). Während Events ganz und gar außeralltägliche Geschehnisse darstellen, ereignet sich an den Treffpunkten sozusagen der Szene-Alltag. -
kommuniziert – auch – unter Verwendung von Medien (medien). Von besonderer Bedeutung sind solche Medien, die nicht nur prinzipiell einer unbegrenzten Anzahl von Rezipienten zugänglich sind, sondern die zudem die interaktive Beteiligung eben dieser Rezipienten technisch und/oder sozial vorsehen (Fanzines und Internet). -
ist, wenn auch in unterschiedlichem Maße, sowohl vertikal-hierarchisch als auch horizontal-stilistisch strukturiert (strukturen). Szenegänger haben einerseits aufgrund je unterschiedlicher Eigenschaften Zugang zu je spezifischen Privilegien. Andererseits bilden sich aufgrund stilistischer Präferenzen und aufgrund unterschiedlicher geographischer Verortungen Sub-Szenen aus. -
weist unterschiedliche Bezüge zu ihrer sozialen Umwelt und insbesondere zu anderen Szenen auf. Verflechtungen (relations) von Szenen untereinander konstituieren eine idealerweise als 'Landkarte' beschreibbare Szenenlandschaft. Dieses Streckbrief-Konzept liegt jedem Szene-Portrait auf 'jugendszenen.com’ zugrunde, d.h. jede Szene wird im Hinblick auf die genannten Domänen beschrieben. Angesichts internet-spezifischer Rezeptionsgewohnheiten halten wir die Texte möglichst kurz – und stellen sie auch alle als Druckversion zur Verfügung. |