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'Szene' ist einer jener sozialwissenschaftlichen Begriffe, die zwar häufig – vor allem in der Jugendkulturforschung – benutzt, aber nur selten definiert und theoretisch begründet werden. Bis in die 80er Jahre hinein wurden (jugend-) kulturelle Kollektivierungsformen vornehmlich mit Begriffen wie 'Subkultur', 'Peer-group' oder 'Milieu' beschrieben. Im Zuge der Individualisierungsprozesse insbesondere der letzten dreißig Jahre hat sich die gesellschaftliche Situation jedoch derart verändert, dass diese Konzepte nicht mehr angemessen greifen. Darauf reagieren wir seit einigen Jahren mit der Entwicklung eines diesem Gegenstand adäquaten, komplexen Forschungskonzepts. Auf theoretischer Ebene definieren wir eine Szene als ein Netzwerk von Akteuren, die bestimmte materiale und mentale Formen der kollektiven Selbst-Stilisierung teilen, um diese Teilhabe wissen, und die diese Gemeinsamkeiten kommunikativ stabilisieren, modifizieren oder transformieren. Weit weniger scheint uns dabei also Gleichaltrigkeit das wesentliche Vergemeinschaftungskriterium zu sein als vielmehr die (relative) 'Gleichartigkeit' von Interessen, die in der Regel teilzeitlich begrenzt relevant und 'ausgelebt' werden. |
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 15. August 2007 )
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Das Portal betreiben wir, weil das, was bei diesen Forschungsanstrengungen herauskommt, sich natürlich sehr technisch, hochgradig kompliziert und damit in der Regel auch recht eindrucksvoll, um nicht zu sagen: einschüchternd präsentieren lässt. Das ist aber gerade nicht das, worum es uns bei der lebensweltanalytischen Ethnographie vor allem geht. Unsere Darstellungsidee ist vielmehr, das, was Menschen tun, für andere Menschen, die das nicht tun, ein wenig nachvollziehbarer, verständlicher zu machen bzw. Nichtbeteiligten wenigstens ein paar Einblicke und Eindrücke in ihnen mehr oder weniger fremde (kleine) Welten zu vermitteln, welche sich oft in ihrer unmittelbaren existentiellen Nähe auftun können.
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 24. August 2007 )
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Die Seiten zu den einzelnen Szenen sind gegliedert in die Domänen Intro, History, Facts, Fokus, Einstellungen, Lifestyle, Symbole, Rituale, Events, Treffpunkte, Medien, Strukturmerkmale und Relations. Dieser Systematik liegt unsere Erkenntnis zugrunde, dass sich szenische Kulturen zwar zum Teil sehr stark voneinander unterscheiden: So scheinen z.B. zwischen der politisch engagierten Hardcore-Szene mit ihren flachen Hierarchien und der hedonistisch orientierten Techno-Szene mit ihrer ausgeprägten Eliten-Bildung Welten zu liegen; aber dennoch agieren Hardcore-Leute und Technoide im Kontext ähnlich konstruierter, eben szeneförmiger Strukturen: |
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 15. August 2007 )
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