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 "Druckraum" Foto: Carsten Schell
Den widrigen Umständen der
Szene entsprechend gibt es nur äußerst wenige Medien, die von Szenemitgliedern
selbst gestaltet werden. Eine Ausnahme bildet die in Frankfurt erscheinende
Zeitschrift „Junkfurter Ballergazette", die zum größten Teil von (Ex-)Junkies
gestaltet wird, allerdings unter der Ägide eines Drogenhilfevereins
herausgegeben wird.
Eine Vielzahl an Informationen zum Thema „harte Drogen" bzw.
Drogen-Szene ist mittlerweile im Internet zu finden. Wie bei gedruckten
Publikationen handelt es sich aber auch hier zumeist um Ansichtsweisen von
Außenstehenden, etwa Hilfsorganisationen, Wissenschaftlern o.ä. Allerdings
bieten Internetforen für Szenemitglieder mittlerweile eine rege genutzte Möglichkeit,
sich über relevante Themen auszutauschen. Dort wird v.a. über Wirkungen und
Dosierungen von illegalen Drogen, Substitutionsmitteln und Medikamenten
diskutiert sowie über Abhängigkeit, Entzug und andere Begleitprobleme des
Drogenkonsums. Kaum thematisiert werden dabei allerdings praktische
Informationen, die auf die konkreten Bedingungen in urbanen Szenen bezogen
sind. Im Hinblick auf diesen Themenbereich ist in der Regel
Face-to-Face-Kommunikation das Mittel der Wahl, was wiederum damit zusammenhängt,
dass die Beschaffung von Drogen, die bekanntlich strafrechtlich verfolgt wird,
das bestimmende Thema der Szene darstellt (was auch der Grund dafür ist, dass
konkrete Hinweise zur Drogenbeschaffung in Internetforen nicht auftauchen). Die
strafrechtliche Relevanz des Junkie-Alltags ist auch der wesentliche Grund für
die Vielzahl an szenespezifischen Sprachcodes.
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 11. März 2008 )
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