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Für die Anzahl der „problematischen Opiatgebraucher" gibt es für das Bundesgebiet drei verschiedene Schätzverfahren, deren Spanne sich insgesamt zwischen 76.000 und 161.000 bewegt. Werden auch noch die problematischen Kokain- und Amphetaminkonsumenten mit einbezogen, bewegen sich die Schätzwerte zwischen 167.000 und 198.000 Personen (Stand: 2006). In diesen Zahlen sind allerdings sowohl ‚offene' als auch ‚verdeckte', und hierunter wiederum z.T. auch sozial integrierte Konsumenten enthalten. Wie viele von diesen Personen zur Junkie-Szene im engeren Sinne zu zählen sind, lässt sich kaum abschätzen; anzunehmen ist jedoch, dass die Zahl der ‚verdeckten' Konsumenten die der verelendeten Straßen-Junkies übersteigt. Bei der Gesamtschau der drei Schätzverfahren zeichnet sich ein Höhepunkt der Anzahl problematischer Konsumenten im Jahr 2000 ab, seitdem hat die Zahl wieder leicht abgenommen. Der Altersschwerpunkt in der offenen Drogen-Szene hat sich seit ihrer Entstehung in den 1970er Jahren deutlich verschoben: Während seinerzeit noch Jugendliche und junge Erwachsene das Gros der Szeneangehörigen bildeten, bestimmen in vielen Städten mittlerweile über 30-Jährige das Bild der Szene; auch über 50-jährige „Alt-Junkies" sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Bei Befragungen in der Frankfurter Szene hat sich das Durchschnittsalter zwischen 1991 und 2006 von 28 auf 36 Jahre erhöht. Männer sind bei Konsumenten harter Drogen generell wie auch in der offenen Szene deutlich überrepräsentiert: Schätzungen bzw. Hochrechnungen deuten auf einen Männeranteil von zwei Dritteln bis vier Fünfteln hin. Junkies kommen häufig aus sozialen Verhältnissen, von denen sie sagen, dass sie sie aufgrund des Erlebens von körperlicher und/oder sexueller Gewalt und emotionaler Verwahrlosung nicht mehr ausgehalten hätten - trotz der elenden Lebensbedingungen in der Szene stellt diese für solche Personen gerade angesichts der Möglichkeit der als positiv wahrgenommenen Drogen-„Kicks" subjektiv die bessere Alternative dar. Der größte Teil der Szenezugehörigen ist arbeitslos, und auch der (Aus-)Bildungsstand ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ausgesprochen niedrig.
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 11. März 2008 ) |
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