| Facts & Trends |
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Es gibt in Europa einen harten Kern an Demoszenern, die miteinander im Internet in relativ engem Kontakt stehen und regelmäßig Demopartys besuchen. Hierzulande verzeichnen die größten ‚reinen' Demopartys jährlich an die 1000 Besucher. Der ‚Szenekern' umfasst einige hundert Personen. Auf der größten News-Website der Demoszene, ojuice.net, waren im Februar 2006 freilich mehr als 23.000 Benutzer registriert. Man kann also davon ausgehen, dass es weltweit mindestens ebenso viele Personen gibt, die sich mit der Demoszene identifizieren. Historisch hatte die Demoszene ihren Schwerpunkt immer schon in Europa, während sie in den USA oder Kanada zahlenmäßig stark unterrepräsentiert war. Stark vertreten ist die Demoszene in den skandinavischen Ländern und dort vor allem in Finnland. In Kontinentaleuropa dürften Deutschland, Frankreich und Polen zahlenmäßig die größten Anteile haben. Seit Anfang bis Mitte der 1990er Jahre lässt sich dabei nicht länger ein Unterschied zwischen West- und Osteuropa feststellen. Auch in Russland gibt es eine ziemlich aktive Demoszene. Außerhalb Europas und Nordamerikas gibt es auch in Australien und Israel eine aktive Szene; davon abgesehen, finden sich eher vereinzelte Aktivitäten in Japan und in einigen arabischen Ländern. Aktive Demoszener verfügen meist über einen relativ hohen Bildungsgrad. Viele streben ein Hochschulstudium an, studieren oder haben ihr Studium bereits abgeschlossen. Ein großer Teil der erfahreneren Demoprogrammierer ist beruflich in der Informationstechnologiebranche tätig. Auffallend ist die Tendenz, eine Karriere in der Computerspieleindustrie anzustreben; dies gilt auch für Grafiker und Musiker. Das Alter der Demoszener liegt meist zwischen 14 und 40 Jahren, wobei der Durchschnitt bei etwas über 20 Jahren liegen dürfte. Männliche Szenegänger stellen in der Demoszene die Mehrzahl. Nur relativ selten sind weibliche Demointeressierte auf Partys anzutreffen, weshalb es sich mittlerweile etabliert hat, Mädchen und Frauen ‚freien Eintritt' zu Demopartys zu gewähren. Nur wenige weibliche Szenegängerinnen sind ‚aktiv' und für diese ‚Aktiven' lässt sich feststellen, dass sich unter ihnen weit mehr Grafikerinnen und Musikerinnen finden als etwa Programmiererinnen. Der geringe Anteil weiblicher Szenezugehöriger in der Demoszene ist aber nicht etwa auf ‚diskriminierende Praktiken' zurückzuführen: In Crews finden sich durchaus auch Mädchen und Frauen. Es existieren sogar einige wenige ‚rein' weibliche Democrews. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 12. Oktober 2007 ) |
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