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Foto© neckfracture.de
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Death Metal - das ist Druck und Aggression, das klingt nach einer mächtigen Dampfwalze, die sich unaufhaltsam nach vorne bewegt und alles Lebendige unter sich begräbt.

Musikalisch nahm Death Metal "das Tempo von Speed Metal und Hardcore als Skelett und bemäntelte es mit mahlenden, tiefgestimmten Gitarren und einem knurrenden Gesangstil, der einen dramatischen Gegensatz zum Falsett und den hohen Stimmen des gerade aktuellen Mainstream Metal bot"  [Moynihan/Søderlind: 2002: S. 39].

Musik und Inhalt stehen im Death Metal in einem engen Zusammenhang: Inhaltlich inspiriert werden die Musiker vor allem durch Horrorfilme, Splatter-Movies und pornographische Filme, durch Fantasy-Literatur, aber auch durch aktuelle Bilder, welche oft durch Massenmedien vermittelt werden und in einem Zusammenhang zur Gewalt stehen, wie beispielsweise die Nachrichtenberichterstattung. Die Texte im Death Metal handeln häufig von Krieg, Mord, Vergewaltigung, Folter, Vernichtung und Zerstörung, Tod, Gewalt und Brutalität.

Der Begriff "Death Metal" geht wahrscheinlich auf die amerikanische Band Possessed zurück, die 1985 auf ihrem Debütalbum ‚Seven Churches' "mit ihren tiefen Growls den typischen Gesangstil des Death Metal definieren [...]. Mit dem abschließenden, schlicht ‚Death Metal' betitelten ‚Seven Churches'-Song fungiert Beccera [Possessed-Sänger und Gitarrist von 1983 bis 1987; Anm. d. Verf.] obendrein noch als Namengeber des neuen Genres"[Mudrian 2006: S. 58/59].

Möglich ist aber auch, dass der Begriff "Death Metal" auf die legendäre Band Death zurückgeht, die den Stil musikalisch entscheidend prägte. Denkbar ist ferner, dass sich der Begriff "Death Metal" nach und nach durchgesetzt hat, weil er dieses Genre sowohl inhaltlich als auch musikalisch treffend beschreibt.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. November 2007 )
 

User Comments

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Ich halte diese Aufteilung in einzelne Metal-Subszenen auch für äußerst fragwürdig. Nach dieser Arbeitsweise müsste man selbst die Gothic-Szene in mindestens vier Subszenen aufgliedern und separat abhandeln.

Veröffentlicht von Krümel des Todes, An 09/05/2008 bei 17:46

Hm. Dieser Artikel ist ein netter Versuch, kratzt aber meiner Ansicht nach maximal an der Oberfläche, vor allem wenn es darum geht, zu definieren, was denn überhaupt diese ominöse 'Death Metal - Szene' sei. Dass der Artikel darüber keinerlei Klarheit schaffen kann, ist ja auch an Kommentaren wie dem von kn0rkat0r oder mr. tada deutlich zu sehen. Ich werde mal versuchen, ansatzweise Klarheit in die Angelegenheit zu bringen, wobei ich mich vor allem auf meine persönlichen Eindrücke als Anhänger des Death Metal- und Grindcoreuntergrunds stütze, die ich in meiner örtlichen Szene (München) und den diversen Festivals gewonnen habe.
Zunächst einmal ist zu sagen, dass die Autorin zwar durchaus darauf eingeht, dass es einen 'harten Kern' und einen Untergrund sowie daneben eine Gruppe von bekannteren Death Metal - Bands gäbe, jedoch versäumt sie es, zu definieren, wo denn nun die Szene aufhört und die 'normale' Musik anfängt. Eine Szene zeichnet sich schließlich vor allem dadurch aus, dass sie sich in ihren Charakteristika eben nicht ausschließlich darauf beschränkt, die selbe Musik zu hören, auch wenn diese - wie im Metal allgemein - stark im Mittelpunkt steht.
Nun ist es so, dass der Death Metal sich stark ausgebreitet hat, eben durch das Entstehen neuer, dem Mainstream eher zugänglicher Substile wie dem Melodic Death oder auch die Übernahme von Stilelementen des Death Metal durch Bands anderer Richtungen (z.B. Hatebreed, Slipknot, Crematory...). Als 'Nebeneffekt' führte dies auch zu einem größeren Bekanntheitsgrad klassischer Death Metal - Bands wie Cannibal Corpse, Six Feet Under, Morbid Angel u.ä. Viele Metaller hören immer wieder auch Death Metal, ohne dass man sie aber wirklich einer Death Metal - Szene zurechnen könnte.
Diese beschränkt sich, wenn überhaupt, auf den Untergrund. Allerdings ist es meines Erachtens nach völlig unzutreffend, überhaupt von einer 'Death Metal - Szene' zu sprechen - eine reine Death Metal - Szene, in der praktisch ausschließlich Death Metal gehört und thematisiert wird, gibt es praktisch nicht. Das fängt schon damit an, dass es eigentlich niemanden gibt, der sich ausschließlich auf Death Metal beschränkt, für die Mitglieder des 'harten Kerns' bedeutet dies im Klartext, dass die meisten von ihnen neben dem brutalen Death Metal vor allem Grindcore und weiterhin oft Thrash- und/oder Black Metal hören.
Von Bedeutung ist dabei vor allem die Verbindung mit dem Grindcore. Der Grindcore, als Musikstil dem Death Metal ähnlich, jedoch noch extremer, schaffte es nie wirklich aus dem Untergrund heraus, nur einige wenige Bands wie Napalm Death sind überhaupt einem etwas breiteren Publikum bekannt. Dies brachte auch mit sich, dass die Strukturen des Grindcore - Untergrunds nie wirklich Gefahr liefen, durch einsetzende Kommerzialisierung aufgeweicht zu werden, womit stets eine Plattform für extreme Musik bestehen blieb, die auch von den Untergrund-Death Metal-Anhängern genutzt werden konnte bzw. genutzt wird. Mittlerweile ist es praktisch zu einer Verbindung der Grindcore- und Brutal Death - Szene gekommen, was auch darin offensichtlich wird, dass z.B. auf dem im Artikel angesprochenen Fuck the Commerce - Festival immer Grindcore und Death Metal nebeneinander vertreten sind. Letztlich bringt diese Symbiose auch eine Verknüpfung der mit den jeweiligen Stilen verbundenen Einstellungen mit sich, so dass z.B. immer mehr junge Death Metal - Bands die Politik thematisieren und allgemein die Gesellschaftskritik stärker zu Tage tritt als es im Death Metal früher der Fall war.
Letztlich müsste der ganze Artikel also eigentlich 'Death Metal und Grindcore' heißen und den Grindcore weit stärker bzw. überhaupt einmal mit einbeziehen, sonst scheitert er bereits im Ansatz daran, dass er eine Szene zu beschreiben versucht, die in dieser Form tatsächlich garnicht existiert.

Veröffentlicht von Gorehound, An 04/23/2008 bei 14:14

Das man sich and Pornofilmen oder Horrorfilmen orientiert, ist eigentlich eher ein Merkmal von Grindcore, der Bezug auf Fantasywelten ist eher dem Power/Epic Metal zuzuordnen.

Veröffentlicht von Typ, An 04/21/2008 bei 15:12

Death und Blackmetal sind sehr wohl szenen die eigene hierarchien regeln und lebensumstände/einstellungen haben!
Heutige Jugendszenen bilden sich grösstenteils nach Musikrichtungen..weil gemeinsames interesse für spezielle musik die leute zu gruppen zusammen fügt!
Nur wer sich nicht zu einer szene zugehörig fühlt versteht nicht worum es..zb: beim death geht!

Veröffentlicht von Gore_obsessed, An 03/19/2008 bei 11:30

Death Metal IST eine Szene.

Veröffentlicht von Cuntkiller, An 03/18/2008 bei 15:52

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Redaktion Deathmetal

Sarah Chaker

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