| Facts & Trends |
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Verkaufszahlen der Serien oder auch Teilnehmer- und Besucherzahlen bei Comicbörsen und -conventions geben keinen Aufschluss über die Größe der Szene, da an die Comicszene ein sehr großes Publikum angeschlossen ist. Szenezugehörigkeit ist nicht an den Erwerb eigener Hefte und die Teilnahme an Großveranstaltungen gebunden, sondern an die Ausübung von szenetypischen Aktivitäten und die Darstellung des eigenen Engagements gegenüber anderen Szenemitgliedern im Rahmen interner Medien oder Events - was eine Einschätzung zusätzlich erschwert. Noch gegen Ende der 1990er Jahre erscheint die Comicszene eindeutig männlich dominiert: Zu dieser Zeit lag der Anteil der weiblichen Comicinteressierten (nach unserer Einschätzung) bei etwa 25% in Deutschland und 40 bis 50% in den USA. Dass ein Interesse an Comics keineswegs an ein bestimmtes Lebensalter gebunden ist, spiegelte sich in der Altersstruktur der Szene: Zwar war der überwiegende Teil der Szene (etwa 75%) zwischen 14 und 29 Jahren alt, die Unter- und Obergrenze erschien (allerdings) relativ offen. Das durchschnittliche ‚Einstiegsalter' lag bei etwa 12 Jahren. Neuere Entwicklungstendenzen bestehen darin, dass die Comicszene mittlerweile einen starken Zulauf (1.) jüngerer Comicrezipienten und (2.) hier insbesondere jüngerer weiblicher Comicinteressierter verzeichnen kann. Dieser Trend mag teilweise zu begründen sein mit dem Erfolgskurs verschiedener Manga (Sailor Moon, Dragonball, Pokemon, Yu-Gi-Oh etc.), die (auch) unter Kindern im Grundschulalter Bekanntheit erlangten: vor allem über die zugehörigen TV-Serien, aber auch über eine flächendeckende Vermarktung durch Spielzeuge (Figuren), Sammelbilder (Paninialben™), Videospiele (nicht nur, aber insbesondere für den Nintendo Gameboy ™) und Trading-Card-Games (Sammelkartenspiele). Ob und wie sich die Entwicklung in diesem Teilbereich der Comicszene auf die Szene insgesamt auswirken wird, bleibt abzuwarten. Bezüglich des Ausbildungs- und Berufsstandes der meisten Comicinteressierten liegen ebenfalls keine eindeutigen Angaben vor. Bei den Szenegängern ist grundsätzlich eine starke Tendenz zur beruflichen Entfaltung im Comicbereich zu beobachten - sei es als Zeichner, als Mitarbeiter in Verlagen und Redaktionen oder auch als Verkäufer bzw. Ladenbesitzer. Betrachtet man die Organisationselite genauer, so könnte man fast eher von einem Berufszweig als von einer Szene sprechen. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 4. November 2007 ) |
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