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Foto: Copyright© www.comic.de
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Zugunsten des Erwerbs, der Rezeption und/oder der Produktion von Comics treten zeitliche und finanzielle Aspekte für den Szenegänger in den Hintergrund. Gleichgültig, welche Form der Beschäftigung mit Comics hier dominiert: Die Auseinandersetzung mit Comics muss grundsätzlich einen aktiv-aneignenden Charakter aufweisen und dabei die Aktivitäten anderer Szenegänger in seinen Blick einbeziehen. Daran geknüpft ist die Notwendigkeit von Expertenwissen, das den eigenen Interessenbereich relativ lückenlos abdecken sollte, um als interessanter Gesprächspartner in der Szene bestehen zu können. Die Bereitschaft zur aktiven und intensiven Auseinandersetzung zeigt sich vor allem in der von den meisten Szenegängern anvisierten 'Karriere', den Status des Lesers oder Sammlers gegen den des Zeichners, Schreibers oder Händlers einzutauschen, also berufliche Interessen innerhalb der Szene zu verwirklichen, um langfristig mehr Zeit in die Beschäftigung mit Comics investieren zu können.

Hinsichtlich der Lebensführung eines Szenemitglieds existieren keinerlei normative Vorgaben, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass das Privatleben keinen für das Szenegeschehen relevanten Gesprächsinhalt darstellt. Meist kennt man sich ausschließlich aufgrund der Funktion und/oder Position in der Szene. Da außerdem noch kein ausgeprägter Starkult feststellbar ist, besteht seitens des Publikums bislang kein Informationsbedarf über private Angelegenheiten der bekannteren Comicproduzenten. Das Interesse beschränkt sich vielmehr auf vorhandene Fähigkeiten und bestenfalls darauf, wie man selbst diese Fähigkeiten erlangen kann.

Häufig tritt die Diskussion bzw. der Dialog via Internet an die Stelle von Face-to-Face-Kontakten, was ebenfalls dazu beiträgt, die präsentierte Szene-Identität von außerszenischen Belangen abgrenzen zu können. Noch deutlicher als in einigen anderen Szenen zeigt sich hier die Konzentration auf den thematischen Fokus, die andere Eigenschaften und die persönliche Situation des Szenemitglieds ausblendet. Selbstdarstellung erfolgt also fast ausschließlich über Meinungsaustausch, Kompetenzdarstellungen und szeneinterne Funktionen.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 7. November 2007 )
 

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icon_comic.jpgCOMIC Comicinteressierte lassen sich nur äußerst schwierig unter der Szenen-Definition einordnen...
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