Rituale E-Mail

Satyricon Promo-Foto
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Da sich nur ein Bruchteil der Black Metal-Szene intensiv mit Satanismus auseinander setzt, kann die von außen stehenden Medien herbei beschworene Verbindung von Logen-Satanismus (in der Tradition von Anton Szandor La Veys Church of Satan oder anderen magisch-okkulten Vereinigungen) und Black Metal kaum bestätigt werden. Größere okkulte und satanistische Verbindungen distanzieren sich vom plakativen Black Metal, durch welchen ihrer Meinung nach das Christentum bestätigt und nicht überwunden wird (siehe 'Lords Of Chaos').

Übliche „Rituale" auf Black Metal-Konzerten bestehen im Zeigen des Teufelsgrußes (im Metal-Jargon auch „Pommesgabel" genannt), im Brüllen (z.B. „Satan!"), sowie im Feuer- und Blutspucken. Feuer in Form von Fackeln und Kerzenlicht ersetzt auf manchen Konzerten das grelle Scheinwerfer-Licht und lässt somit Raum für mystische Inszenierungen, die durchaus an Rituale aus Horror-Filmen erinnern. Eine Band wie Limbonic Art, welche ihren Black Metal mit Arrangements im Stile klassischer Musik unterlegte, vermochte auf Konzerten durch wiederholt vorgetragene, feierlich rezitierte Formeln wie „Dominus Spiritus Satanas" eine ungewöhnliche Atmosphäre zu erschaffen. Mit einem satanischen Ritual hatte diese Inszenierung allerdings wohl kaum etwas gemein.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 9. November 2007 )
 

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Redaktion Blackmetal

Thor Wanzek

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