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Satyricon Promo-Foto
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Zu Beginn der frühen Neunziger Jahre existierten ausschließlich kleine Fanzines mit einer Auflage von bis zu einigen hundert Exemplaren, die sich den Demo-Bands widmeten und ihnen häufig ausführliche Interviews gewährten. Diese verdeutlichten bereits damals, dass es den Szene-Mitgliedern nicht nur um extreme Musik ging. Im Rückblick sind vor allem das Slayer-Magazin aus Norwegen und das Isten-Magazin aus Finnland erwähnenswert, die die Entwicklung der Second Wave of Black Metal über einen langen Zeitraum begleiteten, förderten und häufig mit einem szene-untypischen Augenzwinkern dokumentierten. Nach einem sensationsheischenden Bericht über Varg Vikernes im professionellen englischen Extreme Metal Magazin Terrorizer im Jahr 1993 wuchs das Interesse der Mainstream-Medien.

Berichte über Black Metal im weitesten Sinn tauchen seitdem auch in Deutschland immer wieder in etablierten Magazinen (Spiegel, Stern), Zeitungen (FAZ), Boulevard-Blättchen (Bild) und im Fernsehen (z.B. auf Pro7 bei Arabella Kiesbauer oder „Die Pro7-Reporter") auf. Seit September 1994 erschien in Deutschland mit dem Ablaze ein Magazin, welches sich beinahe ausschließlich dem Black Metal widmete und bis 2003 mit mehreren tausend Exemplaren im Bahnhofsbuchhandel vertrieben wurde.

Noch größere Verbreitung findet das Legacy (ex-Deftone), welches mit einer fünfstelligen Auflage alle zwei Monate erscheint und sich gegenüber etablierten Metal- Zeitschriften wie dem Rock Hard und dem Metal Hammer im Wesentlichen auf die dunklen und harten Spielarten des Metal spezialisiert hat. Auch in Gothic- und Gruftie- Magazinen & -Fanzines gehören Artikel über Black Metal Bands zum Inhalt.

Neben hauptsächlich kopierten Flyern werden Neuigkeiten in den vergangenen Jahren verstärkt über das Internet publiziert, welches unzählige Band- und Fan-Homepages beherbergt, von denen viele die szene-interne Kommunikation mit Hilfe von Foren, Chats und Gästebüchern ermöglichen. Selbst Bands und Szenegänger, die sich als „misanthropisch" bezeichnen, nutzen Angebote wie Myspace („a place for friends"), um sich mit anderen Szenegängern zu vernetzen. Insbesondere von älteren Szenegängern wird diese Entwicklung kritisiert, weil dadurch die „alten Werte" und die Exklusivität des Black Metal zerstört werden. Black Metal per Mausklick - für junge Szenegänger eine Selbstverständlichkeit, für ältere Generationen teilweise Horror.

Die Musik wird natürlich auf CDs und DVDs, aber auch - und darauf legen zahlreiche Black Metal-Fans großen Wert - auf Vinyl und/ oder auf Tape veröffentlicht. Gerade die Bands, die sich den Mechanismen der Pop-Musik-Vermarktung verschließen wollen, veröffentlichen gerne auf Vinyl und legen Wert auf eine stimmungsvolle Gestaltung, welche sich oft im Preis bemerkbar macht. Nicht selten werden Artikel in begrenzter Stückzahl (z.B. 666 Kopien) hergestellt und per Hand nummeriert. Auch hier gilt: MP3-Dateien, Myspace & Co werden mittlerweile von den wenigsten umgangen, sind aber stark diskutiert.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 9. November 2007 )
 

User Comments

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Als Antipode zum Legacy kann das Ablaze ([www.ablaze-magazin.de]) gesehen werden, welches bevorzugt über Bands aus dem sog. 'true Underground' berichtet und dabei auf 'politische Korrektheit' verzichtet.

Veröffentlicht von Ablaze, An 02/10/2009 bei 07:42

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Redaktion Blackmetal

Thor Wanzek

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