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Trotz der immer wieder auftretenden Berichterstattung über die 'Teufelsmusik' in Massen-Medien erreichen von weltweit mehreren tausend Bands nur verhältnismäßig wenige fünfstellige Verkaufszahlen. Bands der ersten Stunde wie Immortal, Dark Throne und Emperor (die sich 2001 auflösten) gehören neben den wenig jüngeren Dimmu Borgir zu den erfolgreichsten. Der englischen Band Cradle Of Filth gelang durch ausgeklügeltes Marketing in Verbindung mit einem Vampir-Image mit ästhetischer Nähe zu zeitgenössichen Stoker- und Rice-Verfilmungen für kurze Zeit sogar der Sprung in die Pop-Liga, was u.a. eine teenie-gerechte Vermarktung in der 'Bravo' dokumentiert. Solche Entwicklungen werden von der nachwachsenden Underground-Basis mit Verachtung und Neid kommentiert. Angesichts der Verkaufszahlen von Alben und Magazinen sowie der Besucherzahlen auf relevanten Konzerten und Festivals kann man darauf schließen, dass es in Deutschland rund 15 bis 20 Tausend Black-Metal-Hörer gibt, aus denen sich einige tausend Fans rekrutieren, die Black Metal nicht nur als Musik konsumieren, sondern ihren Lebensstil (Kleidung, Literatur, Ideologie, Religion, Spiritualität) zumindest teilweise danach aus richten. Die Black Metal Szene setzt sich zum überwiegenden Teil aus Szenegängern zusammen, Szenegängerinnen werden häufig als Anhängsel im Sinne einer „Freundin von" nicht sonderlich ernst genommen. Unter den Musikern finden sich nur wenige Frauen, doch in anderen Bereichen der Organisationselite, insbesondere unter Journalisten und Label-Mitarbeitern, haben sich verhältnismäßig viele Szenegängerinnen etabliert. Die Szene scheint vor allem für jene junge Frauen attraktiv zu sein, die sich den Trends und Normvorgaben des zeitgenössischen Kanons widersetzen wollen. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 9. November 2007 ) |
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