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Foto© antifas.de
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Gemäß einer antifaschistischen Einstellung sind alle Situationen des alltäglichen Lebens politisch relevant bzw. von politischen Hintergrundstrukturen durchsetzt. Antifaschisten hegen den Verdacht, dass der Staat bzw. das 'System‘ den Alltag vollständig durchdrungen habe und z.B. durch Medien oder Konsumangebote bewußtseinsmanipulierend wirke.

Umso wichtiger ist deshalb die Ausbildung einer autonomen Identität, die sich einerseits von solchen systemischen Einflüssen emanzipiert, andererseits aber die Abschaffung dieses (als kapitalistisch identifizierten) Systems anvisiert.

Dass sich eine autonome Identität quasi automatisch bei denjenigen einstellt, die sich informieren und reflektieren, bildet eine weitere Kernüberzeugung der Antifaschisten. Die autonome Szene ist somit gleichermaßen durch rationalistische Ideale und ideologischen Konformismus geprägt.

Die Erlebnisdimension 'Spaß' spielt in der Szene eine eher ambivalente Rolle. Als Antifaschist versteht man sich sozusagen 'offiziell‘ seinen Idealen verpflichtet, eine 'bessere‘ Welt zu erstreiten. Gleichwohl darf der Spaß nicht zu kurz kommen. Eben darin, dass kulturelle Aspekte wie Musik, Parties, Konzerte, Kunst etc. ins Konzept hereingenommen werden, unterscheiden sich die Antifa-Gruppierungen von ihren Vorgängern, den kommunistischen Gruppen der 70er Jahre.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. November 2007 )
 

Redaktion Antifa

Daniela Eichholz

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